Liberating Structures
Coaching-Techniken · Liberating Structures · Appreciative Interviews
Appreciative Interviews
Appreciative Interviews sind kurze Paarinterviews zu gelungenen Erfahrungen und wirkenden Stärken. Die Fragen suchen nach dem, was bereits funktioniert, und nach Wünschen für die Zukunft. Es ist ressourcenorientierte Erkundung, keine Positivitätsdoktrin und keine Therapie.

Einleitung
Appreciative Interviews sind kurze Paarinterviews zu gelungenen Erfahrungen und wirkenden Stärken. Die Fragen suchen nach dem, was bereits funktioniert, und nach Wünschen für die Zukunft. Es ist ressourcenorientierte Erkundung, keine Positivitätsdoktrin und keine Therapie.
Herkunft: Liberating Structure nach Lipmanowicz und McCandless, im Geist Appreciative Inquiry. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Zweck ist, Energie und gelingende Praktiken sichtbar zu machen, bevor Probleme allein das Feld beherrschen.
Ziel
Die Gruppe hat Geschichten und Erfolgsbedingungen gesammelt und daraus Wünsche oder Experimente abgeleitet.
Umsetzung
- Interviewleitfaden mit drei bis vier Fragen austeilen: gelungene Szene, was dazu beitrug, Wunschbild.
- Paare interviewen sich gegenseitig. Zuhören und Notizen, kein Problemanalysieren.
- In Vierergruppen Geschichten teilen und Erfolgsbedingungen clustern.
- Plenum: wiederkehrende Bedingungen und ein bis drei Experimente, die davon lernen.

Weitere Anwendungsgebiete
- Kick-offs und Teamentwicklungen.
- Change-Prozesse, die nur Defizite kennen.
- Community-Building und Kulturarbeit.
Grenze
Wertschätzung ersetzt keine Klärung von Missständen. Schwere Belastung gehört nicht in Zwangspositivität und nicht in Traumatherapie durch Laien.
Fragen, kurz beantwortet
Darf auch Schwieriges vorkommen?
Als Kontrast ja. Der Fokus bleibt auf dem Gelingen und seinen Bedingungen.
Wie lang das Interview?
Zehn bis fünfzehn Minuten pro Person oft ausreichend.
Was, wenn jemand nichts Gelungenes findet?
Kleine Alltagsszenen gelten. Druck erzeugen hilft nicht.
Unterschied zu Feedback?
Es ist Erkundung von Stärken, kein Bewertungsgespräch.