Entscheidung
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Bedauernsminimierung
Bedauernsminimierung lässt die Person aus einer späteren Rückschau fragen, welches Nicht-Handeln oder Handeln sie voraussichtlich mehr bedauern würde. Es ist eine Übungsperspektive, keine Vorhersage des Gefühls.

Einleitung
Bedauernsminimierung lässt die Person aus einer späteren Rückschau fragen, welches Nicht-Handeln oder Handeln sie voraussichtlich mehr bedauern würde. Es ist eine Übungsperspektive, keine Vorhersage des Gefühls.
Herkunft: Herkunft in der Managementpraxis verbreitet (u. a. als Regret-Minimization-Denkfigur); im Coaching keinem einzelnen Autor sicher zuzuordnen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Kurzfristige Angst und langfristiges Bedauern werden unterscheidbar.
Ziel
Zwei Bedauerns-Szenarien (tun vs. lassen) und eine Tendenz mit Begründung.
Umsetzung
- Entscheidung und Zeithorizont der Rückschau wählen (oft Jahre, nicht Stunden).
- Szenario A: Ich habe getan – welches Bedauern wäre plausibel? Als Übung formulieren.
- Szenario B: Ich habe gelassen – welches Bedauern wäre plausibel?
- Vergleich: Welches Bedauern wiegt für die Person schwerer, und welcher kleinste Schritt reduziert genau dieses Bedauern?

Weitere Anwendungsgebiete
- Lebens- und Karriereweichen mit langfristiger Bedeutung.
- Aufschub bei bekannten Wünschen.
- Kontrast zu rein kurzfristigen Angstentscheidungen.
Grenze
Kein Druckmittel. Erzwungenes „Du wirst es bereuen“ ist Manipulation, keine Methode.
Fragen, kurz beantwortet
Was, wenn beide Szenarien bedauern?
Dann Teilschritte und Reversibilität prüfen.
Ist das dasselbe wie 10-10-10?
Verwandt, aber Fokus liegt auf Bedauern, nicht auf allen Folgen.
Darf ich Gefühle weglassen?
Nein; benannte Gefühlsfolgen gehören dazu, als Übung gekennzeichnet.
Hilft es bei Bagatellen?
Kaum. Der Horizont muss zur Entscheidung passen.