Coaching-Techniken · Entscheidung

Entscheidung

Eine Einladung zur Entscheidung. Zwei Wege liegen nebeneinander, gewählt wird hier.

3D-Figuren an einer Weggabelung aus einem blauen und einem roten Pfad, keine Fotografie
Entscheidung: zwei Wege liegen nebeneinander, bevor einer für diese Runde gilt.

23 Techniken in diesem Bereich. Jede Seite beschreibt Zweck, Ziel und einen eigenen Ablauf.

10-10-1010-10-10 prüft eine anstehende Entscheidung in drei Zeithorizonten: Wirkung in zehn Minuten, in zehn Monaten, in zehn Jahren. Die Person schreibt kurze Folgenbilder und vergleicht, welcher Horizont sie treibt. Es ist eine Denkübung, kein Orakel.BedauernsminimierungBedauernsminimierung lässt die Person aus einer späteren Rückschau fragen, welches Nicht-Handeln oder Handeln sie voraussichtlich mehr bedauern würde. Es ist eine Übungsperspektive, keine Vorhersage des Gefühls.Eisenhower-SortierungDie Eisenhower-Sortierung legt die eigenen Aufgaben in vier Felder: wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht wichtig und dringend, weder noch. Es ist die Sortierung der Person, kein fremdes Kanban und kein Delegationsbefehl von außen.Entscheidung unter UnsicherheitEntscheidung unter Unsicherheit trennt bekannte Fakten, Annahmen und echte Unbekannte. Die Person baut eine Entscheidung, die mit Unsicherheit leben kann: reversible Schritte, Stop-Kriterien und Lernfenster statt Scheinsicherheit.EntscheidungsmatrixDie Entscheidungsmatrix stellt Optionen Zeilen und Kriterien Spalten gegenüber. Die Person gewichtet Kriterien, bewertet Optionen und liest die Summe als Orientierung, nicht als automatische Wahrheit. Sie grenzt sich von Pro-Contra ab, weil mehrere Optionen und gewichtete Maßstäbe gleichzeitig verglichen werden.Erfolg in der Sprache der PersonErfolg in der Sprache der Person bedeutet, dass gelingen nur mit Wörtern definiert wird, die die Person selbst nutzt. Fremde Erfolgsmetriken bleiben draußen, sofern sie nicht übernommen werden.Karte mit drei FeldernEine Karte mit drei Feldern teilt ein Blatt in drei Bereiche, die die Person selbst beschriftet, zum Beispiel Option A, Option B und offene Fragen. Die Karte zwingt zur Auswahl und verhindert endlose Listen.Kartesische FragenKartesische Fragen prüfen eine Option in vier Feldern: Was passiert, wenn ich es tue? Was, wenn ich es nicht tue? Was passiert nicht, wenn ich es tue? Was passiert nicht, wenn ich es nicht tue? Die letzte Frage holt oft verdeckte Kosten und Nebenwirkungen.KraftfeldanalyseDie Kraftfeldanalyse kartiert Kräfte, die auf ein Ziel hinwirken, und Kräfte, die dagegenhalten. Statt nur mehr Druck zu erzeugen, prüft die Person, welche Hemmnisse schwächer werden können und welche Treiber real verstärkbar sind.Mehr-RegelEine Mehr-Regel legt fest, wovon die Person mehr tun will, mit Maß und Zeitraum. Mehr ohne Maß bleibt Wunsch und verdrängt oft andere nötige Schritte.Misserfolg ohne SchuldMisserfolg ohne Schuld bespricht, dass ein Schritt nicht gelungen ist, und trennt Beschreibung von Vorwurf. Die Person bleibt handlungsfähig, ohne sich als Versagerin zu markieren oder die Lage schönzureden.
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Entscheidung: die Seiten zum Nachlesen. Die Mail sagt, wo du das mit Übung lernst.

Beraten lassen

Muss versus WillMuss versus Will trennt Sätze der Form „Ich muss …“ von Sätzen der Form „Ich will …“ in derselben Lage. Es geht nicht darum, Pflicht zu verleugnen, sondern sichtbar zu machen, welcher Teil eigene Absicht trägt und welcher äußeren Erwartung folgt.Nicht-ZielDas Nicht-Ziel benennt ausdrücklich, was in diesem Auftrag oder Zeitraum nicht angestrebt wird. Es schützt vor Scope-Creep und vor heimlichen Erwartungen, die später als Enttäuschung auftauchen.PremortemIm Premortem stellt die Gruppe oder Person sich vor, das Vorhaben sei gescheitert, und sammelt plausible Gründe für dieses Scheitern. Danach werden die stärksten Gründe in Vorsorgen übersetzt. Es ist eine Übungsannahme, keine Prophezeiung.Pro-Contra mit RestPro-Contra mit Rest listet Argumente für und gegen eine Option und führt bewusst ein drittes Feld „Rest“: Unklarheiten, fehlende Daten, emotionale Restbeträge und offene Fragen. Der Rest verhindert, dass unechte Klarheit entsteht.ReversibilitätstestDer Reversibilitätstest fragt, ob eine Entscheidung leicht rückgängig zu machen ist oder hohe Einbahnstraßenkosten hat. Reversible Entscheidungen dürfen schneller fallen; irreversible brauchen mehr Prüfung und kleinere Vorversuche.Start-RegelEine Start-Regel legt die sichtbare Bedingung fest, unter der die Person beginnt, statt auf die richtige Stimmung zu warten. Die Regel bleibt klein und prüfbar und ersetzt keine Motivationsrede.Stop-RegelEine Stop-Regel legt fest, unter welcher sichtbaren Bedingung die Person eine Handlung beendet. Die Regel wird vor dem Stressmoment formuliert.TetralemmaDas Tetralemma öffnet eine Entweder-oder-Entscheidung in Positionen: das Eine, das Andere, beides, keines von beiden – optional eine Position jenseits der Vier. Die Person erkundet jede Position als Haltung, nicht als schnelle Wahl. Es ist Denk- und Entscheidungsarbeit, keine Aufstellungs-Therapie.Weiter-RegelEine Weiter-Regel sagt, unter welcher Bedingung die Person trotz Unmut oder Hindernis noch einen kleinen Schritt weitergeht, bevor sie stoppt. Die Regel enthält immer eine Obergrenze, sonst wird Weiter zum Trott.Weniger-RegelEine Weniger-Regel legt fest, was die Person weniger tut als bisher, in Menge, Dauer oder Themenzahl. Weniger ist hier Präzision für den Auftrag, nicht Askese und nicht ein moralisches Sparprogramm.ZielklärungAus einem Wunsch einen beobachtbaren Satz machen.Zielsatz nachschärfenZielsatz nachschärfen nimmt einen vagen Wunsch und formt ihn mit der Person zu einem Satz, der Handlung, Zeitraum und sichtbares Zeichen enthält. Der Satz bleibt in ihrer Sprache.
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