Entscheidung
Coaching-Techniken · Entscheidung · Nicht-Ziel
Nicht-Ziel
Das Nicht-Ziel benennt ausdrücklich, was in diesem Auftrag oder Zeitraum nicht angestrebt wird. Es schützt vor Scope-Creep und vor heimlichen Erwartungen, die später als Enttäuschung auftauchen.

Einleitung
Das Nicht-Ziel benennt ausdrücklich, was in diesem Auftrag oder Zeitraum nicht angestrebt wird. Es schützt vor Scope-Creep und vor heimlichen Erwartungen, die später als Enttäuschung auftauchen.
Herkunft: Herkunft im Coaching verbreitet; keinem einzelnen Autor sicher zuzuordnen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Klarheit entsteht auch durch das, was absichtlich draußen bleibt.
Ziel
Ein Zielsatz und ein Nicht-Ziel-Satz, beide von der Person bestätigt.
Umsetzung
- Ziel oder Auftrag in einem Satz. Unschärfen markieren.
- Fragen: Was könnte jemand fälschlich als mitgemeint verstehen? Diese Punkte sammeln.
- Nicht-Ziele formulieren: was nicht gelöst, nicht entschieden, nicht geliefert wird.
- Beide Sätze nebeneinander legen und prüfen, ob das Ziel ohne die Nicht-Ziele noch Sinn ergibt.

Weitere Anwendungsgebiete
- Auftragsklärung in Sitzungen mit Erwartungsdruck.
- Projektcoaching vor Kick-off.
- Abgrenzung von Therapie- oder Beratungsthemen ohne diese zu übernehmen.
Grenze
Nicht-Ziele dürfen wichtige Themen nicht tabuisieren, wenn sie den Auftrag blockieren; dann neu kontraktieren.
Fragen, kurz beantwortet
Ist das Negativität?
Nein. Es ist Scope-Disziplin.
Wie viele Nicht-Ziele?
Wenige scharfe; eine lange Liste verwässert.
Was, wenn Auftraggeber andere Erwartungen hat?
Nicht-Ziele sichtbar machen und nachverhandeln.
Unterschied zu SMART?
SMART schärft das Ziel; Nicht-Ziel begrenzt den Rand.