Entscheidung
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Muss versus Will
Muss versus Will trennt Sätze der Form „Ich muss …“ von Sätzen der Form „Ich will …“ in derselben Lage. Es geht nicht darum, Pflicht zu verleugnen, sondern sichtbar zu machen, welcher Teil eigene Absicht trägt und welcher äußeren Erwartung folgt.

Einleitung
Muss versus Will trennt Sätze der Form „Ich muss …“ von Sätzen der Form „Ich will …“ in derselben Lage. Es geht nicht darum, Pflicht zu verleugnen, sondern sichtbar zu machen, welcher Teil eigene Absicht trägt und welcher äußeren Erwartung folgt.
Herkunft: Coaching-Praxis: Pflichtgefühle und eigene Absicht in einer Entscheidung trennen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Handlungsdruck klären, bevor ein Schritt vereinbart wird.
Ziel
Zwei Listen in den Worten der Person: Muss und Will, plus ein nächster Schritt, der einem Will-Satz folgt oder ein Muss bewusst hält.
Umsetzung
- Sammle ungefiltert alle Muss-Sätze, die zur Lage gehören, und schreibe sie wörtlich auf.
- Bitte zu jedem Muss um einen Will-Satz oder die ehrliche Aussage, dass kein eigener Will da ist.
- Markiere, welche Schritte nur vom Muss leben und welche vom Will getragen werden.
- Wähle einen Schritt für die nächste Woche und benenne klar, ob er Muss oder Will ist.

Weitere Anwendungsgebiete
- Überlastung mit vielen Pflichtterminen.
- Familien- und Berufskonflikt in einer konkreten Woche.
- Projektzusage, bei der die Person nicht weiß, ob sie will oder nur soll.
Grenze
Keine Therapie von Schuldgefühlen und keine Aufforderung, alle Pflichten abzuwerfen. Nur Klärung der Sprache.
Fragen, kurz beantwortet
Muss ich jedes Muss umdeuten?
Nein. Manche Muss-Sätze bleiben stehen und werden bewusst gehalten.
Was, wenn kein Will da ist?
Dann den Schritt verschieben oder den Auftrag neu fassen.
Darf ich Will einreden?
Nein. Der Will-Satz kommt von der Person.
Ist das Motivationsarbeit?
Es ist Sprachklärung vor der Entscheidung.