Lösungsorientierung
Coaching-Techniken · Lösungsorientierung · Bevorzugte Zukunft
Bevorzugte Zukunft
Die bevorzugte Zukunft lässt die Person detailliert beschreiben, wie ein gelungener nächster Zeitraum aussähe: wer tut was, woran merken Beteiligte den Unterschied. Es ist eine Beschreibungsübung, kein Versprechen, dass es so eintritt.

Einleitung
Die bevorzugte Zukunft lässt die Person detailliert beschreiben, wie ein gelungener nächster Zeitraum aussähe: wer tut was, woran merken Beteiligte den Unterschied. Es ist eine Beschreibungsübung, kein Versprechen, dass es so eintritt.
Herkunft: Lösungsfokussierte Praxis nach de Shazer/Berg; bevorzugte Zukunft als Beschreibung des gewünschten Unterschieds. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Ziele werden szenisch und sozial sichtbar, nicht nur als Abstraktum.
Ziel
Eine Szene der bevorzugten Zukunft mit mindestens zwei beobachtbaren Zeichen.
Umsetzung
- Zeitrahmen wählen (morgen, nächste Woche) und den Unterschiedswunsch nennen.
- Szene beschreiben lassen: Ort, erste Handlung, Reaktion einer relevanten anderen Person – als Übung.
- Kleine Zeichen sammeln, an denen die Person merken würde, dass sie auf dem Weg ist.
- Einen Zeichen-nahen nächsten Schritt oder eine Beobachtungsaufgabe vereinbaren.

Weitere Anwendungsgebiete
- Zielklärung im lösungsfokussierten Coaching.
- Teamvision in kleinen Szenen statt Plakaten.
- Vorbereitung auf Experimente zwischen Sitzungen.
Grenze
Keine Fantasiereise als Therapieersatz. Bei Realitätsverlust abbrechen und erden.
Fragen, kurz beantwortet
Unterschied zur Wunderfrage?
Verwandt; hier oft ohne Wunder-Rahmen, mit konkretem Zeitraum.
Wie detailliert?
So detailliert, dass Zeichen beobachtbar werden.
Was, wenn die Zukunft unrealistisch wirkt?
Als Übung kennzeichnen und auf den nächsten kleinen Schritt zoomen.
Muss jemand anderes vorkommen?
Hilfreich, weil sozialer Unterschied oft der härteste Test ist.