Coaching-Techniken · Lösungsorientierung
Lösungsorientierung
Eine Einladung zur Lösungsorientierung. Erst das Bild vom Unterschied, dann ein Stück davon in dieser Woche.

14 Techniken in diesem Bereich. Jede Seite beschreibt Zweck, Ziel und einen eigenen Ablauf.
Ausnahme-TagebuchDas Ausnahme-Tagebuch lässt die Person zwischen den Sitzungen Zeiten notieren, in denen das Problem kleiner war oder etwas Brauchbares gelang. Es sammelt Belege, keine Pflicht zur Positivität.Ausnahmen findenMomente, in denen das Problem kleiner war.Bevorzugte ZukunftDie bevorzugte Zukunft lässt die Person detailliert beschreiben, wie ein gelungener nächster Zeitraum aussähe: wer tut was, woran merken Beteiligte den Unterschied. Es ist eine Beschreibungsübung, kein Versprechen, dass es so eintritt.Coping-FrageDie Coping-Frage fragt, wie die Person es geschafft hat, unter schwierigen Bedingungen zurechtzukommen oder nicht ganz aufzugeben. Sie sucht vorhandene Strategien, keine Schuldzuweisung und keine Dramatisierung.Experiment zwischen SitzungenEin Experiment zwischen Sitzungen ist ein zeitlich begrenzter, ethisch vertretbarer Versuch mit Beobachtungsfrage. Es testet eine Hypothese der Person, ohne das Leben umzubauen. Scheitern gilt als Information, nicht als Charakterurteil.Formel-ErstgesprächsaufgabeDie Formel-Erstgesprächsaufgabe bittet die Person nach dem Erstgespräch, bis zur nächsten Begegnung genau zu beobachten, was in ihrem Leben oder Arbeitsalltag so geschieht, dass sie möchte, dass es weiter geschieht. Es ist Beobachtungsauftrag, keine Hausaufgabe zur Selbstoptimierung.Kleine ZeichenKleine Zeichen sind frühe, beobachtbare Hinweise darauf, dass Bewegung in Richtung bevorzugter Zukunft stattfindet. Sie sind kleiner als das Endziel und dienen der Wahrnehmung, nicht der Selbsttäuschung.
LösungskreisDer Lösungskreis führt eine Gruppe oder Person vom Thema über gelungene Momente und gewünschte Unterschiede zu konkreten Angeboten und einem Experiment. Er ist ein Gesprächskreis, kein Organisationsentwicklungsprogramm.Lösungsorientiertes KomplimentDas lösungsorientierte Kompliment greift eine konkrete, beobachtbare Handlung oder einen Unterschied auf, den die Person schon gezeigt hat, und benennt ihn als brauchbar. Es ist kein Charakterlob und kein Motivationsspruch.RessourcenarbeitWas schon da ist und wiederholt werden kann.Skala HoffnungDie Skala Hoffnung fragt auf 0–10, wie viel Hoffnung die Person hat, dass Bewegung in die gewünschte Richtung möglich ist. Danach wird erkundet, was die Zahl schon trägt und was eine Stufe höher sichtbar machen würde. Kein Wirkversprechen.SkalierenEine Zahl von 0 bis 10, dann der nächste Punkt.WunderfrageBild vom Unterschied, zurück in den nächsten Tag.ZukunftsprobeDie Zukunftsprobe lässt die Person den nächsten konkreten Tag oder die nächste relevante Situation im Kopf durchspielen: Aufstehen, erste kritische Szene, gewünschte Handlung, Abendrückblick. Es ist eine Vorstellungsübung des nächsten Tages, keine Hypnose und keine Garantie.