Lösungsorientierung
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Coping-Frage
Die Coping-Frage fragt, wie die Person es geschafft hat, unter schwierigen Bedingungen zurechtzukommen oder nicht ganz aufzugeben. Sie sucht vorhandene Strategien, keine Schuldzuweisung und keine Dramatisierung.

Einleitung
Die Coping-Frage fragt, wie die Person es geschafft hat, unter schwierigen Bedingungen zurechtzukommen oder nicht ganz aufzugeben. Sie sucht vorhandene Strategien, keine Schuldzuweisung und keine Dramatisierung.
Herkunft: Insoo Kim Berg, Steve de Shazer und lösungsfokussierte Praxis: Coping-Fragen nach dem Durchhalten unter schweren Bedingungen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Selbst unter Last werden vorhandene Bewältigungszüge sichtbar.
Ziel
Mindestens eine konkrete Coping-Handlung oder -Strategie, die die Person als die ihre erkennt.
Umsetzung
- Schwere der Lage anerkennen, ohne sie zu vergrößern oder zu verkleinern.
- Coping-Frage: „Wie hast du es geschafft, dass es nicht noch schlimmer wurde?“ oder „Was hast du getan, um den Tag zu schaffen?“
- Antwort in Handlungen übersetzen. Charakterlabels streichen.
- Prüfen, welche Coping-Züge bewusst beibehalten oder dosiert werden sollen – ohne Pathologisierung.

Weitere Anwendungsgebiete
- Phasen hoher Belastung im Arbeitskontext.
- Lösungsfokussierte Sitzungen, wenn die Skala niedrig liegt.
- Gespräch mit Menschen, die „nichts funktioniert“ sagen.
Grenze
Keine Traumatherapie. Bei Überforderung, Gewalt oder Selbstgefährdung weiterverweisen.
Fragen, kurz beantwortet
Klingt das nicht bagatellisierend?
Nur wenn die Schwere vorher nicht anerkannt wurde.
Was, wenn „Ich weiß nicht“ kommt?
Kleinere Zeiträume fragen: gestern, heute Morgen.
Unterschied zur Ressourcenfrage?
Coping zielt auf Bewältigung unter Last, nicht auf allgemeine Stärken.
Darf ich Tipps geben?
Erst die eigenen Coping-Züge heben; Tipps nur auf Wunsch.