Lösungsorientierung
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Lösungsorientiertes Kompliment
Das lösungsorientierte Kompliment greift eine konkrete, beobachtbare Handlung oder einen Unterschied auf, den die Person schon gezeigt hat, und benennt ihn als brauchbar. Es ist kein Charakterlob und kein Motivationsspruch.

Einleitung
Das lösungsorientierte Kompliment greift eine konkrete, beobachtbare Handlung oder einen Unterschied auf, den die Person schon gezeigt hat, und benennt ihn als brauchbar. Es ist kein Charakterlob und kein Motivationsspruch.
Herkunft: Steve de Shazer und lösungsfokussierte Praxis: Komplimente als Benennen brauchbarer Handlungen und Unterschiede, nicht als allgemeine Schmeichelei. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Brauchbares wird verstärkt, ohne die Person zu bewerten oder zu erziehen.
Ziel
Ein Kompliment mit Bezug auf eine konkrete Handlung und eine kurze Bestätigung oder Korrektur durch die Person.
Umsetzung
- Eine konkrete Handlung, Ausnahme oder Anstrengung der Person herausgreifen – mit Szene.
- Kompliment formulieren: was genau brauchbar war, bezogen auf ihr Ziel. Keine Persönlichkeitsadjektive.
- Pause: Die Person darf annehmen, korrigieren oder relativieren.
- Anschlussfrage: Wie hast du das fertiggebracht? oder Was davon willst du beibehalten?

Weitere Anwendungsgebiete
- Nach Ausnahmen und Skalenarbeit im lösungsfokussierten Gespräch.
- Abschluss einer Sitzung vor dem nächsten Schritt.
- Teamrunden, wenn Beiträge sonst untergehen.
Grenze
Schmeichelei ohne Beleg ist kein Kompliment im SF-Sinn. Bei Ablehnung nicht nachschieben.
Fragen, kurz beantwortet
Darf ich „Du bist stark“ sagen?
Besser die Handlung: „Du hast trotz der Absage den nächsten Anruf gemacht.“
Was, wenn die Person abwehrt?
Korrektur übernehmen. Das Kompliment war ein Angebot.
Unterschied zu Feedback?
Hier wird Brauchbares aus der eigenen Beschreibung gespiegelt, kein Bewertungsschema.
Wann im Ablauf?
Nach sichtbaren Belegen, nicht als Einstieg ohne Stoff.