Lösungsorientierung

Coaching-Techniken · Lösungsorientierung · Lösungsorientiertes Kompliment

Lösungsorientiertes Kompliment

Das lösungsorientierte Kompliment greift eine konkrete, beobachtbare Handlung oder einen Unterschied auf, den die Person schon gezeigt hat, und benennt ihn als brauchbar. Es ist kein Charakterlob und kein Motivationsspruch.

3D-Figuren geben sich eine leere Karte, keine Fotografie
Lösungsorientiertes Kompliment gibt die Karte weiter. Es ist eine Beobachtung, die angenommen oder zurückgegeben werden darf.

Einleitung

Das lösungsorientierte Kompliment greift eine konkrete, beobachtbare Handlung oder einen Unterschied auf, den die Person schon gezeigt hat, und benennt ihn als brauchbar. Es ist kein Charakterlob und kein Motivationsspruch.

Herkunft: Steve de Shazer und lösungsfokussierte Praxis: Komplimente als Benennen brauchbarer Handlungen und Unterschiede, nicht als allgemeine Schmeichelei. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Brauchbares wird verstärkt, ohne die Person zu bewerten oder zu erziehen.

Ziel

Ein Kompliment mit Bezug auf eine konkrete Handlung und eine kurze Bestätigung oder Korrektur durch die Person.

Umsetzung

  1. Eine konkrete Handlung, Ausnahme oder Anstrengung der Person herausgreifen – mit Szene.
  2. Kompliment formulieren: was genau brauchbar war, bezogen auf ihr Ziel. Keine Persönlichkeitsadjektive.
  3. Pause: Die Person darf annehmen, korrigieren oder relativieren.
  4. Anschlussfrage: Wie hast du das fertiggebracht? oder Was davon willst du beibehalten?
3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Lösungsorientiertes Kompliment lässt zwischen den beiden Platz. Der zweite Satz darf den ersten korrigieren.
Lösungsorientiertes Kompliment

Die Schritte zu Lösungsorientiertes Kompliment stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Schmeichelei ohne Beleg ist kein Kompliment im SF-Sinn. Bei Ablehnung nicht nachschieben.

Fragen, kurz beantwortet

Darf ich „Du bist stark“ sagen?

Besser die Handlung: „Du hast trotz der Absage den nächsten Anruf gemacht.“

Was, wenn die Person abwehrt?

Korrektur übernehmen. Das Kompliment war ein Angebot.

Unterschied zu Feedback?

Hier wird Brauchbares aus der eigenen Beschreibung gespiegelt, kein Bewertungsschema.

Wann im Ablauf?

Nach sichtbaren Belegen, nicht als Einstieg ohne Stoff.

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