Gesprächsführung
Coaching-Techniken · Gesprächsführung · Bitte-Satz üben
Bitte-Satz üben
Ein Bitte-Satz üben macht aus einer Andeutung eine klare Bitte mit Adressat, Handlung und Zeitpunkt. Die Person übt den Satz, bevor sie ihn im echten Gespräch braucht.

Einleitung
Ein Bitte-Satz üben macht aus einer Andeutung eine klare Bitte mit Adressat, Handlung und Zeitpunkt. Die Person übt den Satz, bevor sie ihn im echten Gespräch braucht.
Herkunft: Coaching-Praxis: eine konkrete Bitte statt Andeutung formulieren. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Missverständnisse vermeiden, die aus Hoffen statt Fragen entstehen.
Ziel
Ein Bitte-Satz mit wer, was und bis wann, den die Person laut geübt hat.
Umsetzung
- Beschreibe die gewünschte Handlung so konkret, dass eine dritte Person sie erkennen würde.
- Setze Adressat und Zeitpunkt dazu und streiche Vorwürfe aus dem Satz.
- Übe den Satz einmal ohne Entschuldigung und einmal mit einer kurzen Begründung, falls nötig.
- Plane, was die Person tut, wenn die Bitte abgelehnt wird, ohne den Satz zurückzunehmen.

Weitere Anwendungsgebiete
- Unterstützung im Team holen.
- Klärung mit einer Führungskraft.
- Private Absprache über Aufgabenverteilung.
Grenze
Keine Garantie auf Zustimmung. Eine Bitte bleibt eine Bitte, kein Befehl.
Fragen, kurz beantwortet
Darf die Bitte hart klingen?
Klar darf sie sein. Abwertung des Gegenübers nicht.
Was, wenn ich unsicher bin, was ich will?
Zuerst den Wunsch klären, dann den Satz bauen.
Muss ich bitte sagen?
Die Höflichkeitsform wählt die Person. Der Inhalt muss klar sein.
Ist das Verhandlung?
Erst die Bitte, Verhandlung kommt danach.