Liberating Structures
Coaching-Techniken · Liberating Structures · Celebrity Interview
Celebrity Interview
Celebrity Interview setzt eine Person mit relevanter Erfahrung auf den Hot Seat und lässt eine Interviewerin vor der Gruppe fragen. Das Publikum hört zu und stellt später Fragen. Es macht Erfahrung zugänglich, ohne monologischen Vortrag. Keine Show-Therapie, keine Diagnose der interviewten Person.

Einleitung
Celebrity Interview setzt eine Person mit relevanter Erfahrung auf den Hot Seat und lässt eine Interviewerin vor der Gruppe fragen. Das Publikum hört zu und stellt später Fragen. Es macht Erfahrung zugänglich, ohne monologischen Vortrag. Keine Show-Therapie, keine Diagnose der interviewten Person.
Herkunft: Liberating Structure nach Lipmanowicz und McCandless. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Zweck ist, Wissen und Haltung einer erfahrenen Person dialogisch zu heben und für die Gruppe anschlussfähig zu machen.
Ziel
Die Gruppe hat gehörte Prinzipien und Geschichten und daraus abgeleitete Fragen oder Experimente für die eigene Praxis.
Umsetzung
- Gast und Interviewerin vorbereiten: Thema, Grenzen, Zeit. Publikum als Lernende einführen.
- Interview mit offenen Fragen zur Erfahrung. Kurze Antworten, konkrete Szenen.
- Publikumsfragen in einem gebündelten Block. Interviewerin moderiert Auswahl.
- Abschluss: Gast nennt einen Wunsch an die Gruppe; Gruppe nennt einen Lerntransfer.

Weitere Anwendungsgebiete
- Konferenzen und Community-Treffen mit Praxisstimmen.
- Leadership-Formate mit erfahrenen Kolleginnen.
- Wissenssicherung vor Rollenwechseln.
Grenze
Celebrity meint Relevanz, nicht Ruhm. Das Format ist keine Bühne für Selbstdarstellung ohne Lernvertrag.
Fragen, kurz beantwortet
Muss die Person berühmt sein?
Nein. Relevant und bereit zu erzählen reicht.
Wie lang?
Zwanzig bis vierzig Minuten inklusive Publikumsfragen.
Darf kritisiert werden?
Kritische Sachfragen ja. Persönliche Angriffe nein.
Unterschied zum Panel?
Eine Stimme in der Tiefe statt vieler in der Breite.