Liberating Structures
Coaching-Techniken · Liberating Structures · Conversation Café
Conversation Café
Conversation Café ist ein strukturiertes Tischgespräch mit Runden: erst kurze Statements, dann Vertiefung, dann Abschluss – oft mit einfachen Gesprächsregeln wie Zuhören, Herz sprechen, Neugier. Es schafft Raum für komplexe Themen ohne Debattierkeule. Keine Therapiegruppe, kein Diagnosekreis.

Einleitung
Conversation Café ist ein strukturiertes Tischgespräch mit Runden: erst kurze Statements, dann Vertiefung, dann Abschluss – oft mit einfachen Gesprächsregeln wie Zuhören, Herz sprechen, Neugier. Es schafft Raum für komplexe Themen ohne Debattierkeule. Keine Therapiegruppe, kein Diagnosekreis.
Herkunft: Liberating Structure nach Lipmanowicz und McCandless, im Geist des Conversation Café. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Zweck ist gemeinsames Verstehen eines Themas aus mehreren Blickwinkeln, bevor Entscheidungen oder Maßnahmen folgen.
Ziel
Jeder Tisch hat ein paar geteilte Einsichten und offene Fragen notiert, die ins Plenum oder in die nächste Arbeitsphase wandern.
Umsetzung
- Thema und Gesprächsregeln kurz erklären. Tische mit vier bis sechs Personen bilden.
- Runde eins: Jede Person spricht kurz ununterbrochen. Keine Zwischenrede.
- Runde zwei: Freieres Gespräch unter den Regeln. Eine Person notiert Stichworte.
- Abschlussrunde: Jede Person nennt eine Einsicht oder Frage. Ausgewählte Punkte wandern ins Plenum.

Weitere Anwendungsgebiete
- Bürger- oder Mitarbeitendenformate zu komplexen Veränderungsthemen.
- Strategietage, wenn Verstehen vor Bewerten kommen soll.
- Community-Abende ohne Abstimmungsdruck.
Grenze
Conversation Café ersetzt keine formale Entscheidung. Es ist kein Ort für Charakterurteile oder therapeutische Tiefenarbeit.
Fragen, kurz beantwortet
Braucht es eine Café-Optik?
Nein. Die Struktur zählt, nicht die Dekoration.
Wie viele Runden?
Drei reichen oft: Statement, Vertiefung, Abschluss.
Was, wenn jemand dominiert?
Die Moderationsperson erinnert an die Rundenregel und das Zeitfenster.
Dürfen Handys auf dem Tisch?
Besser nicht. Präsenz ist Teil der Vereinbarung.