Motivierende Gesprächsführung

Coaching-Techniken · Motivierende Gesprächsführung · Elicit–Provide–Elicit

Elicit–Provide–Elicit

Elicit–Provide–Elicit holt zuerst das vorhandene Wissen der Person, gibt dann mit Erlaubnis knappe Information und erfragt danach Bedeutung und Schlussfolgerung der Person. So bleibt Autonomie erhalten. Gesprächsschritt, kein Belehrungsvortrag und kein Suchtmanual.

3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Elicit–Provide–Elicit beginnt im Gegenübersitzen. Die Figur mit dem Heft hört zu, die andere hält den Faden.

Einleitung

Elicit–Provide–Elicit holt zuerst das vorhandene Wissen der Person, gibt dann mit Erlaubnis knappe Information und erfragt danach Bedeutung und Schlussfolgerung der Person. So bleibt Autonomie erhalten. Gesprächsschritt, kein Belehrungsvortrag und kein Suchtmanual.

Herkunft: Motivierende Gesprächsführung nach Miller und Rollnick; Informationsgabe als Gesprächsschritt. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Zweck ist, Wissen anzubieten, ohne Expertise überzustülpen und Widerstand durch Belehrung zu erzeugen.

Ziel

Die Person hat relevante Information gehört und in eigenen Worten eingeordnet; nächste Schritte kommen von ihr.

Umsetzung

  1. Elicit: Frage, was die Person dazu schon weiß oder vermutet.
  2. Erlaubnis einholen, etwas ergänzen zu dürfen. Kurz und neutral informieren.
  3. Elicit: Frage, was davon für sie Sinn ergibt und was sie damit macht.
  4. Zusammenfassen und bei ihrer Schlussfolgerung ansetzen, nicht bei deiner Agenda.
3D-Figuren im Zuhören, das Heft liegt zu, die Hände sind offen, keine Fotografie
Elicit–Provide–Elicit wartet auf eine Antwort, die noch nicht feststeht. Die offenen Hände lassen ihr den Raum.
Elicit–Provide–Elicit

Die Schritte zu Elicit–Provide–Elicit stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Information ist kein Druckmittel. Keine Scheinexpertise, keine Diagnose.

Fragen, kurz beantwortet

Immer Erlaubnis fragen?

Ja, das schützt Autonomie und Beziehung.

Wie kurz ist Provide?

Wenige Sätze. Mehr nur auf Nachfrage.

Was, wenn die Person alles schon weiß?

Dann würdigen und direkt zur Bedeutung gehen.

Unterschied zu Ratschlag?

Rat sagt, was zu tun ist. EPE lässt die Person Folgern.

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