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Fischgräte
Die Fischgräte ordnet mögliche Einflussfaktoren eines Arbeitsproblems entlang von Gräten (z. B. Prozess, Werkzeug, Information, Umgebung). Jede Gräte trägt beschreibbare Faktoren. Es ist Problemanalyse am Prozess, keine Charakteranalyse.

Einleitung
Die Fischgräte ordnet mögliche Einflussfaktoren eines Arbeitsproblems entlang von Gräten (z. B. Prozess, Werkzeug, Information, Umgebung). Jede Gräte trägt beschreibbare Faktoren. Es ist Problemanalyse am Prozess, keine Charakteranalyse.
Herkunft: Kaoru Ishikawa, Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fishbone); hier nur für ein Arbeitsproblem, nicht für Persönlichkeitsdeutung. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Ursachenkandidaten werden sortiert, bevor Maßnahmen wild starten.
Ziel
Ein Fischgrätdiagramm zu einem Arbeitsproblem und zwei priorisierte Faktoren mit Prüfidee.
Umsetzung
- Arbeitsproblem als Kopf des Fisches formulieren (Ereignis, nicht Person).
- Grätenkategorien wählen, die zum Kontext passen.
- Faktoren an die Gräten schreiben – beobachtbar, ohne Schuldzuweisung.
- Zwei Faktoren priorisieren und eine Prüfung oder ein Experiment dazu festlegen.

Weitere Anwendungsgebiete
- Prozess- und Qualitätsprobleme im Business-Kontext.
- Retrospektiven zu Lieferstörungen.
- Moderation technischer Vorfälle.
Grenze
Nicht für Persönlichkeit, Trauma oder Schuldzuweisung an Einzelne. Bei Konflikten andere Formate.
Fragen, kurz beantwortet
Welche Kategorien?
Klassisch u. a. Mensch/Maschine/Material/Methode – im Coaching oft Prozess/Info/Werkzeug/Rahmen.
Muss gezeichnet werden?
Empfohlen; Tabelle geht notfalls.
Unterschied zu Fünf Warum?
Fischgräte breitet parallel aus; Fünf Warum verkettet in die Tiefe.
Was, wenn „Mensch“ als Gräte kommt?
Nur Verhaltens- und Rollenfaktoren, keine Charaktermängel.