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Fünf Warum
Fünf Warum verkettet Beschreibungen: Was geschah, und welche vorausgehende Bedingung machte das möglich? Jedes Warum holt die nächste Beschreibung der Kette, nicht die Schuld einer Person. Nach wenigen Schritten steht ein Ansatzpunkt am Prozess.

Einleitung
Fünf Warum verkettet Beschreibungen: Was geschah, und welche vorausgehende Bedingung machte das möglich? Jedes Warum holt die nächste Beschreibung der Kette, nicht die Schuld einer Person. Nach wenigen Schritten steht ein Ansatzpunkt am Prozess.
Herkunft: Taiichi Ohno / Toyota-Produktionssystem: 5 Why als Ursachenkette an Prozessen; hier nur als Kette von Beschreibungen ohne Schuldzuweisung. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Arbeitsprobleme werden in beschreibbaren Ketten sichtbar, ohne Sündenböcke.
Ziel
Eine Kette aus bis zu fünf Beschreibungsschritten und ein Ansatzpunkt an einer veränderbaren Bedingung.
Umsetzung
- Arbeitsproblem und sichtbares Ereignis festhalten. Personen werden nicht als Ursache gesetzt.
- Warum 1–n: Jede Antwort muss eine Beschreibung sein (Ablauf, Regel, fehlende Info), kein Charakterurteil.
- Stoppen, sobald ein veränderbarer Prozesshebel sichtbar ist – nicht zwanghaft fünf Mal.
- Hebel in einen Experiment- oder Maßnahmenvorschlag übersetzen und auf Schuldfreiheit prüfen.

Weitere Anwendungsgebiete
- Prozessstörungen und Qualitätsprobleme.
- Retrospektiven zu Arbeitsabläufen.
- Projektnachbesprechungen.
Grenze
Kein Verhör von Menschen. Bei zwischenmenschlichen Verletzungen andere Formate wählen.
Fragen, kurz beantwortet
Immer fünf?
Nein. Fünf ist Obergrenze und Name, kein Zwang.
Was, wenn „Warum“ nach Schuld klingt?
Umformulieren: „Welche Bedingung machte das möglich?“
Unterschied zu linearen Fragen?
Hier zielt die Kette auf einen Prozesshebel; lineare Fragen klären oft nur Ablauf.
Darf ich bei Menschen stoppen?
Nein als Schuldstopp. Ja, wenn die nächste Bedingung außerhalb des Auftrags liegt.