Sprachmuster
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Gegenbeispiel
Ein Gegenbeispiel ist eine von der Person gefundene Ausnahme zu einer allgemeinen Behauptung. Es widerlegt nicht die Person, sondern öffnet die Behauptung für Lernen und Wahl.

Einleitung
Ein Gegenbeispiel ist eine von der Person gefundene Ausnahme zu einer allgemeinen Behauptung. Es widerlegt nicht die Person, sondern öffnet die Behauptung für Lernen und Wahl.
Herkunft: Klassische Präzisierungsfrage in Sprachmuster-Arbeit und Coaching; kein Persönlichkeitstest. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Ausnahmen nutzbar machen, ohne Gesichtsverlust.
Ziel
Ein anerkanntes Gegenbeispiel plus ein Satz, was dort anders war.
Umsetzung
- Wiederhole die allgemeine Behauptung möglichst wörtlich.
- Bitte um eine Ausnahme, auch eine kleine.
- Frage, was in der Ausnahme anders war: Kontext, Person, Timing, eigene Handlung.
- Übertrage nur das, was die Person als übertragbar markiert, auf den aktuellen Auftrag.

Weitere Anwendungsgebiete
- „Das klappt bei uns nie.“
- „Ich bin nicht der Typ für …“ als Beobachtungssatz, nicht als Typentest.
- Teamregeln mit behaupteter Totalgeltung.
Grenze
Kein Überreden. Keine Diagnose aus Ausnahmen. Keine Garantie.
Fragen, kurz beantwortet
Was, wenn keines kommt?
Zeitraum verkleinern oder Unterschied statt Ausnahme fragen.
Darf ich ein Gegenbeispiel vorschlagen?
Nur vorsichtig und als Frage.
Unterschied zum Universalquantor-Zug?
Hier liegt der Fokus auf dem Nutzen der Ausnahme.
Therapie?
Nein.