Coaching-Techniken · Sprachmuster

Sprachmuster

Eine Einladung zu den Sprachmustern. Ein unscharfes Wort wird zu einer Szene.

3D-Figuren legen Papierstreifen auf dem Tisch in Gruppen, keine Fotografie
Sprachmuster: unscharfe Wörter liegen als Streifen auf dem Tisch, bis eine Szene da ist.

19 Techniken in diesem Bereich. Jede Seite beschreibt Zweck, Ziel und einen eigenen Ablauf.

Als-ob-RahmenDer Als-ob-Rahmen lädt ein, probeweise so zu sprechen und zu planen, als wäre eine Bedingung schon erfüllt. Es ist ein Sprach- und Denkversuch für den nächsten Schritt, ausdrücklich keine Trance, keine Hypnose und keine Garantie, dass die Bedingung eintritt.Chunking hochChunking hoch geht von einer Detailfrage auf die nächsthöhere Kategorie: Wofür ist das ein Beispiel? Welches Ziel trägt diese Einzelheit? Du suchst den gemeinsamen Rahmen, nicht eine Trance und keine Typisierung.Chunking runterChunking runter geht von einer großen Aussage zu Beispielen, Schritten und Sinneseindrücken. Du machst greifbar, was sonst als Slogan steht, ohne die Person zu verhören und ohne sie in eine Trance zu führen. Die Bewegung bleibt bewusst und prüfbar.GedankenlesenGedankenlesen heißt hier: Die Person behauptet zu wissen, was eine andere denkt, fühlt oder beabsichtigt, ohne eine beobachtbare Quelle. Im Coaching machst du die Quelle sichtbar oder markierst die Aussage als Vermutung. Du liest selbst keine Gedanken in die Person hinein.GegenbeispielEin Gegenbeispiel ist eine von der Person gefundene Ausnahme zu einer allgemeinen Behauptung. Es widerlegt nicht die Person, sondern öffnet die Behauptung für Lernen und Wahl.Komplexe ÄquivalenzKomplexe Äquivalenz setzt zwei Dinge gleich: „Er schreibt kurz, das heißt, er respektiert mich nicht.“ Bedeutung und Beobachtung kleben aneinander. Im Coaching trennst du beide und prüfst, welche anderen Bedeutungen die Person noch zulässt.Meta-Modell-Frage zur GenauigkeitDie Meta-Modell-Frage zur Genauigkeit bündelt die Linse: Wer genau? Was genau? Wonach bemessen? Im Vergleich wozu? Sie ist ein Werkzeugkasten, keine Pflichtbatterie und keine Diagnose. Du wählst eine Frage, die dem Auftrag dient.ModaloperatorModaloperatoren sind Wörter wie muss, darf nicht, kann nicht, sollte. Sie markieren Regeln und Grenzen in der Sprache. Manche Regeln schützen, manche engen ein, ohne geprüft zu sein. Im Coaching hörst du den Operator und fragst nach der konkreten Folge, nicht nach dem Charakter der Person.NominalisierungEine Nominalisierung macht aus einem Vorgang ein Dingwort: Entscheidung, Kommunikation, Motivation. Der Prozess verschwindet hinter einem Substantiv, und die Person spricht, als stünde das Ding fest im Raum. Im Coaching nutzt du die Linse nur, um den Vorgang wieder sichtbar zu machen, nicht um die Person zu typisieren.
Sprachmuster

Sprachmuster: die Seiten zum Nachlesen. Die Mail sagt, wo du das mit Übung lernst.

Beraten lassen

TilgungTilgung meint weggelassene Angaben: Wer, Was, Wie, Wonach bemessen. Der Satz klingt voll und ist informational dünn. Im Coaching füllst du gezielt eine Lücke, nicht alle auf einmal.UniversalquantorUniversalquantoren sind Wörter wie immer, nie, alle, keiner, jeder. Sie streichen Ausnahmen aus dem Satz. Im Coaching suchst du nicht den Charakter hinter dem Wort, sondern die eine Ausnahme oder die eine Person, die den Satz schon bricht.Unspezifisches NomenUnspezifische Nomen wie Leute, das Management, die Situation, man lassen offen, wer gemeint ist. Im Coaching benennst du Personen, Gruppen und Orte so weit, wie die Person es erlaubt, damit Verantwortung und Adressaten klar werden.Unspezifisches VerbUnspezifische Verben wie unterstützen, kommunizieren, respektieren, managen sagen, dass etwas geschieht, aber nicht wie. Im Coaching holst du sichtbare Handlungen, Worte und Zeitpunkte, damit der nächste Schritt greifbar wird. Absichten allein reichen nicht, weil sie sich nicht beobachten lassen.Ursache-WirkungUrsache-Wirkung in der Sprache behauptet: A macht, dass ich B fühle oder tue. Die Kette kann stimmen, sie kann auch Verantwortung und Spielraum verdecken. Im Coaching prüfst du die Kette an einer Szene, ohne der Person die Reaktion abzusprechen.VerallgemeinerungVerallgemeinerung dehnt eine Erfahrung auf viele Fälle aus. Sie kann Orientierung geben und kann Lernen blockieren. Im Coaching suchst du den Ausgangsfall und die Grenze der Dehnung.VergleichsrahmenEin Vergleichsrahmen setzt zwei Dinge nebeneinander: Ist X eher wie A oder wie B? Der Rahmen macht Kriterien sichtbar. Er ist kein Trick, die Person zu einer Antwort zu zwingen, und keine Tranceinduktion.Verlorener PerformerEin verlorener Performer steckt in Sätzen wie „Es ist wichtig“, „Das gehört sich“, „Man sagt“. Die bewertende Instanz fehlt. Im Coaching holst du die Quelle zurück: wer sagt das, nach welchem Maßstab, in welchem Kontext.VerzerrungVerzerrung meint hier Sprachzüge, die Bedeutung verschieben: Gedankenlesen, Ursache-Wirkung, komplexe Äquivalenz und ähnliche Verknüpfungen. Im Coaching benennst du den Zug und prüfst ihn an der Szene, ohne die Person als verzerrt zu bezeichnen.VorannahmeVorannahmen sind still mitgeführte Behauptungen in einer Frage oder Aussage: „Wann hörst du auf zu zögern?“ setzt voraus, dass gezögert wird. Im Coaching machst du die Vorannahme sichtbar und lässt die Person sie bestätigen, korrigieren oder streichen.
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