Sprachmuster
Coaching-Techniken · Sprachmuster · Komplexe Äquivalenz
Komplexe Äquivalenz
Komplexe Äquivalenz setzt zwei Dinge gleich: „Er schreibt kurz, das heißt, er respektiert mich nicht.“ Bedeutung und Beobachtung kleben aneinander. Im Coaching trennst du beide und prüfst, welche anderen Bedeutungen die Person noch zulässt.

Einleitung
Komplexe Äquivalenz setzt zwei Dinge gleich: „Er schreibt kurz, das heißt, er respektiert mich nicht.“ Bedeutung und Beobachtung kleben aneinander. Im Coaching trennst du beide und prüfst, welche anderen Bedeutungen die Person noch zulässt.
Herkunft: Historische Sprachmuster-Linse nach Bandler und Grinder; kein Persönlichkeitstest. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Bedeutung und Beobachtung entkoppeln, damit Wahl zwischen Deutungen entsteht.
Ziel
Eine Beobachtung plus mindestens zwei mögliche Bedeutungen, von denen die Person eine vorläufig wählt.
Umsetzung
- Schreibe Beobachtung und Bedeutung in zwei Spalten, genau mit den Worten der Person.
- Frage, welche anderen Bedeutungen dieselbe Beobachtung tragen könnte, ohne die erste zu verspotten.
- Lass die Person sagen, welche Bedeutung sie heute prüfen will und wie sie prüfen würde.
- Halte fest, welche Bedeutung vorläufig bleibt und welche verworfen wird.

Weitere Anwendungsgebiete
- Feedback-Konflikt um knappe Nachrichten.
- Selbstwert: „Fehler = ich bin ungeeignet.“
- Kundenkontakt: „Preisfrage = Ablehnung.“
Grenze
Keine Umdeutung gegen den Willen der Person. Keine Garantie für die „richtige“ Bedeutung. Keine Therapie.
Fragen, kurz beantwortet
Ist das Umdeuten?
Ähnlich, aber der erste Schritt ist Trennen, nicht sofort eine bessere Geschichte.
Muss die Person die erste Bedeutung aufgeben?
Nein. Sie darf sie behalten und trotzdem Alternativen kennen.
Wie viele Alternativen?
Zwei reichen oft. Mehr wird Ratespiel.
NLP-Persönlichkeitstest?
Nein. Sprachlinse für diese Szene.