Sprachmuster
Coaching-Techniken · Sprachmuster · Verzerrung
Verzerrung
Verzerrung meint hier Sprachzüge, die Bedeutung verschieben: Gedankenlesen, Ursache-Wirkung, komplexe Äquivalenz und ähnliche Verknüpfungen. Im Coaching benennst du den Zug und prüfst ihn an der Szene, ohne die Person als verzerrt zu bezeichnen.

Einleitung
Verzerrung meint hier Sprachzüge, die Bedeutung verschieben: Gedankenlesen, Ursache-Wirkung, komplexe Äquivalenz und ähnliche Verknüpfungen. Im Coaching benennst du den Zug und prüfst ihn an der Szene, ohne die Person als verzerrt zu bezeichnen.
Herkunft: Historische Sprachmuster-Linse nach Bandler und Grinder; Sammelbegriff für Bedeutungsverschiebungen; kein Persönlichkeitstest. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Bedeutungsverschiebung erkennbar und prüfbar machen.
Ziel
Ein benannter Sprachzug plus eine geprüfte, von der Person getragene Neubeschreibung der Szene.
Umsetzung
- Benenne den Zug als Sprachbeobachtung, nicht als Charakterurteil.
- Hole Beobachtung und Deutung getrennt.
- Prüfe an einer Minute der Szene, was hält und was Vermutung ist.
- Formuliere die Szene neu mit dem, was die Person bestätigt.

Weitere Anwendungsgebiete
- Konfliktanalyse mit vielen Unterstellungen.
- Selbstkritik mit starren Gleichungen.
- Supervisionsfall mit unklarer Beweislage.
Grenze
Das Wort Verzerrung nie als Etikett auf die Person. Keine Diagnose. Keine Hypnose.
Fragen, kurz beantwortet
Klingt Verzerrung abwertend?
Deshalb immer als Sprachzug benennen, nie als Personeneigenschaft.
Wann nutze ich den Oberbegriff?
Wenn mehrere Züge zusammenwirken und du den Überblick brauchst.
Therapie?
Nein.
Garantie für Klarheit?
Nein. Nur ein Prüfverfahren.