Sprachmuster
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Universalquantor
Universalquantoren sind Wörter wie immer, nie, alle, keiner, jeder. Sie streichen Ausnahmen aus dem Satz. Im Coaching suchst du nicht den Charakter hinter dem Wort, sondern die eine Ausnahme oder die eine Person, die den Satz schon bricht.

Einleitung
Universalquantoren sind Wörter wie immer, nie, alle, keiner, jeder. Sie streichen Ausnahmen aus dem Satz. Im Coaching suchst du nicht den Charakter hinter dem Wort, sondern die eine Ausnahme oder die eine Person, die den Satz schon bricht.
Herkunft: Historische Sprachmuster-Linse nach Bandler und Grinder; kein Persönlichkeitstest. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Verallgemeinerungen öffnen, ohne die Person zu widerlegen oder bloßzustellen.
Ziel
Mindestens eine benannte Ausnahme oder eine präzisierte Menge, die die Person gelten lässt.
Umsetzung
- Nimm den Quantor wörtlich auf und frage nach einer einzigen Ausnahme in den letzten Wochen.
- Wenn keine Ausnahme kommt, frage nach dem kleinsten Unterschied zwischen zwei ähnlichen Situationen.
- Lass die Person den Satz mit der Ausnahme neu formulieren, ohne das Gefühl zu entwerten.
- Nutze die Ausnahme als Hinweis auf einen möglichen nächsten Schritt, nicht als Beweis gegen die Person.

Weitere Anwendungsgebiete
- Konfliktgeschichte mit „immer die anderen“.
- Selbstkritik mit „nie schaffe ich das“.
- Teamklage über „alle im Haus“.
Grenze
Ausnahmen erzwingen ist konfrontativ falsch. Die Person darf bei der Verallgemeinerung bleiben. Keine Therapie, keine Diagnose.
Fragen, kurz beantwortet
Wirkt die Ausnahme wie Widerlegen?
Nur wenn du sie als Sieg verkaufst. Besser als gemeinsame Präzisierung.
Was, wenn wirklich keine Ausnahme da ist?
Dann Zeitraum und Personenkreis eingrenzen statt zu streiten.
Darf ich „immer“ selbst streichen?
Nein. Die Person streicht oder behält.
Gehört das zur Therapie?
Nein. Es ist eine Sprachfrage im Coaching.