Sprachmuster
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Vorannahme
Vorannahmen sind still mitgeführte Behauptungen in einer Frage oder Aussage: „Wann hörst du auf zu zögern?“ setzt voraus, dass gezögert wird. Im Coaching machst du die Vorannahme sichtbar und lässt die Person sie bestätigen, korrigieren oder streichen.

Einleitung
Vorannahmen sind still mitgeführte Behauptungen in einer Frage oder Aussage: „Wann hörst du auf zu zögern?“ setzt voraus, dass gezögert wird. Im Coaching machst du die Vorannahme sichtbar und lässt die Person sie bestätigen, korrigieren oder streichen.
Herkunft: Historische Sprachmuster-Linse nach Bandler und Grinder; kein Persönlichkeitstest. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Versteckte Setzungen offenlegen, bevor auf ihnen weitergebaut wird.
Ziel
Eine benannte Vorannahme plus Ja, Nein oder Umbau durch die Person.
Umsetzung
- Höre die Aussage und formuliere die still mitlaufende Behauptung in einem eigenen Satz.
- Frage, ob diese Behauptung stimmt, teilweise stimmt oder falsch ist.
- Baue die nächste Frage nur auf dem bestätigten Teil.
- Streiche gemeinsam Vorannahmen, die der Auftrag nicht trägt.

Weitere Anwendungsgebiete
- Suggestive Zielfragen im Coaching selbst erkennen.
- Konfliktgespräch mit unterstellter Schuld.
- Planung, die ein Problem schon als Tatsache setzt.
Grenze
Keine Garantie, alle Vorannahmen zu finden. Eigene suggestiven Fragen ebenfalls prüfen. Keine Therapie.
Fragen, kurz beantwortet
Sind Vorannahmen immer schlecht?
Nein. Nützliche dürfen bleiben, wenn sie bewusst sind.
Darf ich die Vorannahme streiten?
Du legst sie vor. Die Person entscheidet.
Unterschied zur Suggestivfrage?
Die Suggestivfrage nutzt Vorannahmen; hier wird die Vorannahme selbst Thema.
NLP-Test?
Nein.