Werte und Bedeutung
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Gelebter versus erklärter Wert
Gelebter versus erklärter Wert unterscheidet, was die Person über sich sagt, von dem, was in wiederholten Handlungen sichtbar wird. Beides darf stehen bleiben; der Abstand wird benannt, nicht wegerklärt.

Einleitung
Gelebter versus erklärter Wert unterscheidet, was die Person über sich sagt, von dem, was in wiederholten Handlungen sichtbar wird. Beides darf stehen bleiben; der Abstand wird benannt, nicht wegerklärt.
Herkunft: Coaching-Praxis: gesprochene Werte und gelebte Muster unterscheiden. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Selbstbilder und Alltagshandeln trennen, damit der nächste Schritt am gelebten Muster ansetzt.
Ziel
Zwei Spalten in den Worten der Person: erklärter Wert und gelebtes Muster, plus ein Satz, was sie in der nächsten Woche sichtbar ändern oder halten will.
Umsetzung
- Schreibe den erklärten Wert auf, genau wie die Person ihn sagt.
- Bitte um zwei wiederholte Handlungen der letzten Wochen, die dazu passen oder dagegenlaufen.
- Lass die Person den Abstand in einem Satz benennen, ohne Rechtfertigungspflicht.
- Wähle mit der Person einen kleinen sichtbaren Schritt, der den erklärten Wert im Alltag testet.

Weitere Anwendungsgebiete
- Karrierewechsel, wenn das Leitbild schon feststeht und der Alltag noch dem alten Muster folgt.
- Führung, wenn Kulturworte und Meetingpraxis auseinanderlaufen.
- Persönlicher Auftrag, wenn die Person merkt, dass sie etwas anderes lebt als sie fordert.
Grenze
Kein Moralurteil und keine Diagnose. Der Abstand ist Material für den Auftrag, kein Beweis für Unreife.
Fragen, kurz beantwortet
Muss der erklärte Wert falsch sein?
Nein. Oft fehlt nur die passende Handlung.
Darf ich den gelebten Wert umbenennen?
Nur mit den Worten der Person.
Was, wenn kein Abstand da ist?
Dann den gelebten Wert verstärken und den nächsten Beleg planen.
Ist das eine Werteprüfung?
Es ist ein Vergleich, den die Person selbst führt.