Transfer
Coaching-Techniken · Transfer · Implementation Intention
Implementation Intention
Die Implementation Intention spezifiziert im Voraus, in welcher Situation welche Handlung folgt. Im Coaching wird das Konstrukt genutzt, um Absichten an konkrete Auslöser zu binden. Sie ist die theoretische Form; der Wenn-Dann-Plan ist die alltagsnahe Formulierungshilfe.

Einleitung
Die Implementation Intention spezifiziert im Voraus, in welcher Situation welche Handlung folgt. Im Coaching wird das Konstrukt genutzt, um Absichten an konkrete Auslöser zu binden. Sie ist die theoretische Form; der Wenn-Dann-Plan ist die alltagsnahe Formulierungshilfe.
Herkunft: Peter Gollwitzer, Implementation Intentions: wenn-dann-Verknüpfung von Situation und Handlung als psychologisches Konstrukt. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Handeln hängt am Situationssignal, nicht nur an guter Absicht.
Ziel
Eine Implementation Intention in Wenn-Dann-Form mit eindeutigem Signal und eindeutiger Handlung.
Umsetzung
- Zielverhalten benennen, das bisher an Absicht scheiterte.
- Kritisches Situationssignal wählen: Ort, Uhrzeit, vorausgehendes Ereignis – so spezifisch wie möglich.
- Handlung spezifizieren: eine beobachtbare erste Bewegung, keine vage Haltung.
- Formel sprechen und notieren: Wenn Signal S, dann Handlung H. In der Folgesitzung am Signal prüfen, nicht am Gesamterfolg.

Weitere Anwendungsgebiete
- Gewohnheits- und Gesundheitsziele im Coachingrahmen.
- Lern- und Schreibroutinen.
- Nach WOOP als Feinschliff des Plans.
Grenze
Kein Wirkversprechen. Ungeeignete Signale (zu selten, zu unklar) machen die Intention leer.
Fragen, kurz beantwortet
Unterschied zum Wenn-Dann-Plan?
Implementation Intention ist das Konstrukt; der Wenn-Dann-Plan die praktische Schreibform im Gespräch.
Mehrere Intentionen?
Lieber eine scharfe als fünf weiche.
Was, wenn das Signal nie kommt?
Signal neu wählen.
Darf die Handlung groß sein?
Besser klein und startfähig.