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Kontextfrage
Eine Kontextfrage klärt, in welchem Rahmen eine Aussage gilt und in welchem Rahmen sie nicht gilt.

Einleitung
Eine Kontextfrage klärt, in welchem Rahmen eine Aussage gilt und in welchem Rahmen sie nicht gilt.
Herkunft: Kontextklärung in systemischer Gesprächsführung: wo gilt das, und wo gilt es nicht. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Sätze wie „ich kann das nicht“ werden oft universell gesprochen und gelten in Wahrheit nur in einem bestimmten Raum, vor bestimmten Leuten oder zu einer bestimmten Uhrzeit.
Ziel
Zwei Kontexte: einer, in dem die Aussage gilt, und einer, in dem sie so nicht gilt.
Umsetzung
- Wiederhole die allgemeine Aussage und frag nach dem Ort, den Personen und der Uhrzeit, an denen sie stimmt.
- Frag nach einem zweiten Kontext, in dem dieselbe Aussage spürbar weniger stimmt.
- Lass die Person den Unterschied zwischen den beiden Kontexten in einem Satz benennen.
- Der weitere Auftrag bezieht sich auf einen der beiden Kontexte, nicht auf das ganze Leben.

Weitere Anwendungsgebiete
- Selbstbeschreibungen, die als immer wahr gelten.
- Teamregeln, die in einem Meeting gelten und im anderen nicht.
- Angst vor einer Aufgabe, die nur vor einem bestimmten Publikum auftritt.
Grenze
Der zweite Kontext ist kein Beweis, dass das Anliegen harmlos ist. Er zeigt nur, wo die Aussage enger ist als behauptet.
Fragen, kurz beantwortet
Was zählt als Kontext?
Ort, Personen, Uhrzeit, Rolle oder Kanal, etwa Mail statt Gespräch.
Was, wenn der Satz überall gilt?
Dann sagt die Person das, und ihr arbeitet mit diesem weiten Rahmen. Ein zweiter Kontext wird nicht herbeigeredet.
Ist das eine Ausnahme?
Nah dran. Ausnahmen auf der eigenen Seite suchen Momente, in denen das Problem kleiner war. Die Kontextfrage sucht den Rahmen, in dem eine Aussage gilt.
Wie viele Kontexte?
Zwei reichen für den Vergleich.