Liberating Structures
Coaching-Techniken · Liberating Structures · Mad Tea
Mad Tea
Mad Tea ist eine schnelle Satz-Vervollständigungs-Struktur in zwei Reihen oder Kreisen: Personen stehen sich gegenüber und ergänzen Satzanfänge in sehr kurzen Intervallen, dann rotieren sie. Der Rhythmus erzeugt Vielfalt und Überraschung, ohne lange Monologe. Es ist ein Energie- und Ideenformat, keine Hypnose.

Einleitung
Mad Tea ist eine schnelle Satz-Vervollständigungs-Struktur in zwei Reihen oder Kreisen: Personen stehen sich gegenüber und ergänzen Satzanfänge in sehr kurzen Intervallen, dann rotieren sie. Der Rhythmus erzeugt Vielfalt und Überraschung, ohne lange Monologe. Es ist ein Energie- und Ideenformat, keine Hypnose.
Herkunft: Liberating Structure nach Lipmanowicz und McCandless. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Zweck ist, in kurzer Zeit viele spontane Perspektiven zu einem Thema zu erzeugen und Denkgewohnheiten aufzubrechen.
Ziel
Die Gruppe hat eine Sammlung fertiger Sätze oder Muster, aus denen sie drei spannende Fäden für die nächste Arbeit wählt.
Umsetzung
- Zwei Reihen oder konzentrische Kreise bilden. Satzanfänge vorbereiten, zum Beispiel: Das Überraschende an unserem Thema ist …
- Dreißig bis sechzig Sekunden: Person A ergänzt, Person B hört. Signal, dann B ergänzt denselben oder den nächsten Anfang.
- Rotation: Eine Reihe rückt weiter. Neuer Satzanfang oder derselbe mit neuer Partnerin.
- Nach mehreren Runden: Stillarbeit oder Plenum zu wiederkehrenden Motiven. Drei Fäden auswählen.

Weitere Anwendungsgebiete
- Auftakt bei Ideation und Innovationstagen.
- Auflockerung vor schwereren Entscheidungsstrukturen.
- Themenfindung, wenn die Gruppe feststeckt.
Grenze
Mad Tea ersetzt keine Analyse. Schnelle Sätze sind Rohmaterial, keine Beschlüsse und keine Diagnosen über Personen.
Fragen, kurz beantwortet
Wie viele Satzanfänge?
Vier bis acht vorbereitete Anfänge reichen für eine Session.
Was, wenn jemand stockt?
Ein Wort reicht. Der Rhythmus zählt mehr als Eloquenz.
Geht es sitzend?
Stehen unterstützt Tempo. Sitzen ist möglich, wenn der Raum es verlangt.
Darf gelacht werden?
Ja. Leichtigkeit gehört dazu, Spott über Personen nicht.