Gesprächsführung

Coaching-Techniken · Gesprächsführung · Minimale Bestärkung

Minimale Bestärkung

Minimale Bestärkung sind kurze Signale wie „hm“, „weiter“ oder ein Nicken, die der Person den Raum lassen, den Satz selbst zu Ende zu führen.

3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Minimale Bestärkung beginnt im Gegenübersitzen. Die Figur mit dem Heft hört zu, die andere hält den Faden.

Einleitung

Minimale Bestärkung sind kurze Signale wie „hm“, „weiter“ oder ein Nicken, die der Person den Raum lassen, den Satz selbst zu Ende zu führen.

Herkunft: Minimal encouragers aus der Gesprächsführung nach Ivey: kurze Signale, die zum Weiterreden einladen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Viele Gespräche werden von der coachenden Person zugetextet. Ein kleines Signal hält die Sprecherrolle bei der Person, die das Thema besitzt.

Ziel

Die Person redet den Gedanken zu Ende, ohne dass eine neue Frage den Satz abschneidet.

Umsetzung

  1. Wenn die Person mitten im Satz sucht, gib ein kurzes Signal und stell keine Frage in dieselbe Pause.
  2. Halte Blick und Haltung so, dass das Signal als Einladung lesbar ist und nicht als Ungeduld.
  3. Wenn nach dem Signal ein neuer Inhalt kommt, lass ihn stehen, bevor du sortierst.
  4. Wechsel erst zu einer Frage, wenn der Gedanke einen Punkt erreicht hat oder die Person dich ausdrücklich ansieht und wartet.
3D-Figuren im Zuhören, das Heft liegt zu, die Hände sind offen, keine Fotografie
Minimale Bestärkung wartet auf eine Antwort, die noch nicht feststeht. Die offenen Hände lassen ihr den Raum.
Minimale Bestärkung

Die Schritte zu Minimale Bestärkung stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Ein Dauerton aus „hm“ ohne späteres Ordnen wird zur Leere. Das Signal ist ein Übergang, kein ganzes Gespräch.

Fragen, kurz beantwortet

Reicht Nicken?

Ja, wenn die Person weiterredet. Wenn sie abbricht, ist ein Wort wie „weiter“ klarer als ein stummes Nicken.

Ist das schon eine Frage?

Nein. Sobald ein Fragezeichen dazukommt, ist es ein anderer Zug, nämlich eine Frage.

Wie oft hintereinander?

So lange, bis ein Gedanke rund ist. Danach braucht es eine Zusammenfassung oder eine gezielte Frage.

Wirkt das gleichgültig?

Nur wenn Körpersprache und Signal auseinanderlaufen. Ein zugewandtes „weiter“ ist eine Einladung, kein Abwinken.

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