Gesprächsführung

Coaching-Techniken · Gesprächsführung · Notizen offenlegen

Notizen offenlegen

Notizen offenlegen heißt, zu sagen, dass du mitschreibst, und der Person auf Wunsch zu zeigen oder vorzulesen, was über sie festgehalten wird.

3D-Figur schreibt in ein Heft, die blaue Figur sitzt gegenüber, keine Fotografie
Notizen offenlegen hält im offenen Heft fest, welchen Satz beide Seiten gleich meinen.

Einleitung

Notizen offenlegen heißt, zu sagen, dass du mitschreibst, und der Person auf Wunsch zu zeigen oder vorzulesen, was über sie festgehalten wird.

Herkunft: Transparente Dokumentation in der Coaching-Ethik: die mitschreibende Person zeigt, was sie festhält. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Geheime Stichworte erzeugen ein Gefälle. Sichtbare Stichworte bleiben korrigierbar und gehören zum Auftrag.

Ziel

Die Person weiß, was mitgeschrieben wird, und hat mindestens einmal die Chance, einen falschen Punkt zu streichen.

Umsetzung

  1. Sag zu Beginn, ob und wozu du Notizen machst: für den nächsten Schritt, für die eigene Supervision ohne Namen, oder gar nicht.
  2. Halte nur Auftrag, bestätigte Sätze, Schritt und offene Punkte fest. Deutungen und Witze bleiben draußen.
  3. Biete an, die Stichworte am Ende vorzulesen oder den Bildschirm zu teilen.
  4. Streiche, was die Person als falsch oder zu privat markiert, bevor irgendetwas gespeichert wird.
3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Notizen offenlegen lässt zwischen den beiden Platz. Der zweite Satz darf den ersten korrigieren.
Notizen offenlegen

Die Schritte zu Notizen offenlegen stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Notizen sind kein Gutachten und kein Befund. Was die Person als vertraulich markiert, gehört nicht in ein Protokoll an Dritte. Aufsichts- und Gefahrpflichten bleiben unberührt.

Fragen, kurz beantwortet

Muss ich jede Notiz zeigen?

Alles, was du über diese Person festhältst, ja. Private Merkzettel über dein eigenes Handwerk, ohne ihre Inhalte, sind etwas anderes und enthalten dann auch keine Zitate von ihr.

Darf der Auftraggeber die Notizen bekommen?

Nur was im Dreieckskontrakt dafür vorgesehen ist. Der vertrauliche Teil bleibt draußen.

Was schreibe ich auf?

Auftrag, bestätigte Punkte, nächsten Schritt, offene Fragen. Vermutungen über den Charakter schreibst du nicht auf.

Gilt das auch für digitale Boards?

Ja. Ein geteiltes Board ist die deutlichste Form. Ein privates Dokument mit denselben Inhalten wird auf Wunsch genauso gezeigt.

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