Modelle und Abläufe

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PRACTICE

PRACTICE ist ein problemorientiertes, aber lösungsgerichtetes Phasenmodell: Problem benennen, realistische Ziele, Alternativen, Folgen prüfen, machbare Lösung wählen, umsetzen, evaluieren. Es eignet sich, wenn mehrere Optionen ernsthaft verglichen werden sollen.

3D-Figuren vor einem Whiteboard mit vier leeren Farbfeldern, keine Fotografie
PRACTICE stellt vier leere Felder an die Wand. Das Modell ist das Gerüst, die Sätze darin spricht die Person.

Einleitung

PRACTICE ist ein problemorientiertes, aber lösungsgerichtetes Phasenmodell: Problem benennen, realistische Ziele, Alternativen, Folgen prüfen, machbare Lösung wählen, umsetzen, evaluieren. Es eignet sich, wenn mehrere Optionen ernsthaft verglichen werden sollen.

Herkunft: Stephen Palmer, PRACTICE: Problem identification, Realistic goals, Alternative solutions, Consideration of consequences, Target most feasible solution, Implementation of Chosen solution, Evaluation. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Optionen werden nicht aus dem Bauch gewählt, sondern an Folgen und Machbarkeit geprüft, ohne die Person zu einer „richtigen“ Lösung zu drängen.

Ziel

Ein klar benanntes Problem, ein realistisches Ziel, eine gewählte Option mit begründetem Folgenblick und ein Umsetzungsversuch zur Evaluation.

Umsetzung

  1. Problem und realistisches Ziel: Die Person beschreibt das Arbeits- oder Entscheidungsproblem in beobachtbaren Sätzen und setzt ein Ziel, das in ihrem Einfluss liegt.
  2. Alternative solutions: Mindestens drei unterschiedliche Optionen sammeln, ohne sie sofort zu bewerten. Fehlende Optionen dürfen nachgereicht werden.
  3. Consideration of consequences: Pro Option kurze Folgen für die Person, für Beteiligte und für Ressourcen. Keine Moralpredigt, nur Folgen.
  4. Target, Implementation, Evaluation: Die machbarste Option wählen, den ersten Umsetzungsschritt datieren und festlegen, woran die Evaluation den Unterschied misst.
3D-Figur schreibt in ein Heft, die blaue Figur sitzt gegenüber, keine Fotografie
PRACTICE braucht nur eine Zeile. Sie muss noch lesbar sein, wenn die Stunde vorbei ist.
PRACTICE

Die Schritte zu PRACTICE stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

PRACTICE ist kein Therapieprotokoll. Emotionale Krisen oder klinische Themen gehören nicht in diese Phasenlogik.

Fragen, kurz beantwortet

Wie viele Alternativen braucht es?

Mindestens drei, sonst ist es oft nur Ja oder Nein zur ersten Idee.

Was heißt realistisch?

Im Einfluss der Person, mit verfügbarer Zeit und ohne versteckte Magie.

Darf ich eine Option empfehlen?

Du kannst Folgen spiegeln. Die Wahl bleibt bei der Person.

Wann Evaluation?

Nach dem vereinbarten Versuch, nicht schon beim Planen der Folgesitzung ohne Umsetzung.

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