Gesprächsführung

Coaching-Techniken · Gesprächsführung · Prozess benennen

Prozess benennen

Den Prozess benennen heißt, laut zu sagen, an welcher Stelle im Ablauf die Sitzung gerade steht, etwa Sammlung, Auswahl, Entscheidung oder Transfer.

3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Prozess benennen beginnt im Gegenübersitzen. Die Figur mit dem Heft hört zu, die andere hält den Faden.

Einleitung

Den Prozess benennen heißt, laut zu sagen, an welcher Stelle im Ablauf die Sitzung gerade steht, etwa Sammlung, Auswahl, Entscheidung oder Transfer.

Herkunft: Process comments in Beratung und Coaching: den Ablauf der Sitzung aussprechen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Personen wissen sonst nicht, warum eine Frage kommt. Ein sichtbarer Ablauf macht die Methode verhandelbar.

Ziel

Ein gemeinsames Bild der aktuellen Phase und die Freiheit, die Phase zu wechseln, wenn sie nicht mehr passt.

Umsetzung

  1. Sage die Phase in einem kurzen Satz: „Wir sammeln gerade Möglichkeiten, wir bewerten sie noch nicht.“
  2. Nenne, was in dieser Phase erlaubt ist und was wartet. Bewertung während des Sammelns wird sichtbar zurückgestellt.
  3. Frage, ob diese Phase noch die richtige ist oder ob die Person schon auswählen will.
  4. Wenn gewechselt wird, benenne die neue Phase genauso klar, bevor die nächste Frage kommt.
3D-Figuren im Zuhören, das Heft liegt zu, die Hände sind offen, keine Fotografie
Prozess benennen wartet auf eine Antwort, die noch nicht feststeht. Die offenen Hände lassen ihr den Raum.
Prozess benennen

Die Schritte zu Prozess benennen stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Die Phasenansage ist ein Angebot. Wer sie als Regieanweisung gegen den Willen der Person durchzieht, verlässt das Coaching.

Fragen, kurz beantwortet

Muss die Person das Modell kennen?

Nein. Du benennst die Phase in Alltagssprache. Der Modellname kann dazukommen, er ist nicht die Bedingung.

Wie oft benenne ich den Prozess?

Bei jedem Phasenwechsel und dann, wenn das Gespräch aus der Phase fällt.

Wirkt das holprig?

Am Anfang ja. Unbenannt wirkt der Ablauf für die andere Person oft noch holpriger, weil die Fragen ohne Rahmen kommen.

Darf die Person die Phase ablehnen?

Ja. Dann steht die Ablehnung, und ihr wählt eine Phase, die zum Auftrag passt.

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