Fragetechniken
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Sokratische Belegfrage
Eine sokratische Belegfrage fragt, woran die Person merkt, dass eine Behauptung stimmt, und welche Beobachtung sie zu Fall bringen würde.

Einleitung
Eine sokratische Belegfrage fragt, woran die Person merkt, dass eine Behauptung stimmt, und welche Beobachtung sie zu Fall bringen würde.
Herkunft: Paul und Elder: Fragen nach Gründen und Belegen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Meinungen werden sonst mit Belegen verwechselt. Die Frage trennt, was beobachtet wurde, von dem, was daraus geschlossen wurde.
Ziel
Eine Beobachtung, die die Behauptung stützt, und eine Beobachtung, die sie schwächen würde.
Umsetzung
- Lies die Behauptung vor.
- Frage nach einer Beobachtung aus einem konkreten Zeitraum, die dafür spricht.
- Frage nach einer Beobachtung, die dagegen sprechen würde, auch wenn sie noch nicht vorliegt.
- Markiere laut, was Beobachtung ist und was Schluss. Weitergearbeitet wird mit dieser Trennung.

Weitere Anwendungsgebiete
- Urteile über ein Team, die bisher nur als Eindruck dastehen.
- Entscheidungen, die sich auf „alle sagen“ stützen.
- Ausbildung in sauberem Argumentieren ohne Rechthaberei.
Grenze
Die Belegfrage ist kein Kreuzverhör und kein Gericht. Eine fehlende Beobachtung macht die Person nicht unglaubwürdig. Sie zeigt nur, wo der Satz noch ein Eindruck ist.
Fragen, kurz beantwortet
Was zählt als Beleg?
Eine Beobachtung mit Ort und Zeitraum. Ein weiterer Eindruck ist noch kein Beleg.
Was, wenn es nur einen Eindruck gibt?
Dann steht der Satz als Eindruck. Das ist ein ehrliches Ergebnis.
Darf ich Belege nachliefern?
Nur gekennzeichnet als deine Information, nach einer Erlaubnisfrage, und ohne die Person zu überstimmen.
Wie hart soll die Gegenbeobachtung sein?
So konkret, dass man sie erkennen würde, wenn sie auftaucht. Sie muss heute nicht schon vorliegen.