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Sokratische Klärungsfrage
Eine sokratische Klärungsfrage bittet die Person, einen Begriff oder eine Behauptung so zu sagen, dass eine andere Person denselben Sinn treffen würde.

Einleitung
Eine sokratische Klärungsfrage bittet die Person, einen Begriff oder eine Behauptung so zu sagen, dass eine andere Person denselben Sinn treffen würde.
Herkunft: Richard Paul und Linda Elder: Fragen der Klärung im sokratischen Fragen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Viele Streitgespräche laufen an Wörtern vorbei, die nie geklärt wurden. Die Klärung ist der erste der sechs sokratischen Schritte und oft der einzige, den es braucht.
Ziel
Eine Umschreibung in einem oder zwei Sätzen, die die Person als verbindlich für dieses Gespräch akzeptiert.
Umsetzung
- Wähle eine Behauptung oder ein Hauptwort, das im Auftrag zentral ist.
- Bitte: „Sag das so, dass jemand, der nicht dabei war, es genauso verstehen würde.“
- Wenn die Umschreibung neue unklare Wörter enthält, kläre nur das eine Wort, an dem der Unterschied hängt.
- Lies die verbindliche Fassung vor und hol ein Ja, bevor du Annahmen oder Belege abfragst.

Weitere Anwendungsgebiete
- Abstrakte Ziele wie „mehr Verantwortung“.
- Konflikte, in denen beide Seiten dasselbe Wort verschieden meinen.
- Ausbildung in Fragehaltung, bevor Belege und Folgen drankommen.
Grenze
Klärung ist keine Einladung zu einer endlosen Begriffsdefinition. Ein oder zwei Sätze, dann der nächste sokratische Schritt oder der Auftrag. Die anderen fünf sokratischen Fragearten haben eigene Seiten.
Fragen, kurz beantwortet
Ist das ein Verhör nach Sokrates?
Nein. Es ist eine freundliche Bitte um eine gemeinsame Bedeutung, ohne jemanden in die Ecke zu fragen.
Wie viele Begriffe hintereinander?
Einer, der den Auftrag trägt.
Was kommt danach?
Oft die Frage nach Annahmen oder nach Belegen, jede auf ihrer eigenen Seite, und nur wenn die Bedeutung steht.
Darf ich eine Definition anbieten?
Als gekennzeichnetes Angebot, das verworfen werden darf. Die verbindliche Fassung spricht die Person.