Gesprächsführung

Coaching-Techniken · Gesprächsführung · Tempo angleichen

Tempo angleichen

Tempo angleichen heißt, Lautstärke und Geschwindigkeit so zu wählen, dass die Person nicht überholt wird. Du sagst, was du tust, wenn es auffällt.

3D-Figuren im Gespräch, eine mit Heft, eine mit roter Tasse, keine Fotografie
Tempo angleichen beginnt im Gegenübersitzen. Die Figur mit dem Heft hört zu, die andere hält den Faden.

Einleitung

Tempo angleichen heißt, Lautstärke und Geschwindigkeit so zu wählen, dass die Person nicht überholt wird. Du sagst, was du tust, wenn es auffällt.

Herkunft: Offenes Angleichen des Sprechtempos in der Gesprächsführung, hier ausdrücklich ohne verdeckten Rapport-Trick. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.

Zweck

Ein deutlich schnelleres Tempo schneidet Sätze ab. Ein deutlich langsameres Tempo kann gönnerhaft wirken. Das Angleichen hält das Gespräch gemeinsam.

Ziel

Ein Gesprächstempo, in dem die Person ihre Sätze zu Ende bringt und du deine Fragen vollständig aussprichst.

Umsetzung

  1. Höre eine halbe Minute nur auf das Tempo, nicht auf den Inhalt. Merk dir, ob die Person kurz und schnell oder lang und suchend spricht.
  2. Setze deine nächste Frage in einem ähnlichen Tempo an. Du kopierst keine Wörter und keinen Akzent.
  3. Wenn du merkst, dass du voraus bist, bremse hörbar und sag auf Nachfrage, dass du langsamer werden willst, damit der Satz der Person Platz hat.
  4. Prüfe nach einigen Minuten, ob die Person mehr Raum hat. Wenn sie kürzer wird, ist das Angleichen daneben und du fragst nach dem passenden Tempo.
3D-Figuren im Zuhören, das Heft liegt zu, die Hände sind offen, keine Fotografie
Tempo angleichen wartet auf eine Antwort, die noch nicht feststeht. Die offenen Hände lassen ihr den Raum.
Tempo angleichen

Die Schritte zu Tempo angleichen stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Verdecktes Nachahmen von Haltung, Atem oder Akzent, um jemanden gefügig zu machen, ist hier kein Werkzeug. Das Tempo ist eine offene Rücksicht, keine Beeinflussungstechnik.

Fragen, kurz beantwortet

Muss ich das ankündigen?

Nur wenn es auffällt oder die Person fragt. Eine heimliche Kopie der Körperhaltung gehört nicht zu diesem Zug.

Passe ich auch den Dialekt an?

Nein. Tempo und Lautstärke reichen. Dialekt, Gestik und Atem zu kopieren ist eine andere, hier nicht beschriebene Praxis.

Was ist das Ziel?

Dass Sätze zu Ende kommen. Gleicher Takt ist kein Selbstzweck.

Kann das manipulativ sein?

Ja, wenn es verdeckt eingesetzt wird, um Zustimmung zu erzeugen. Deshalb bleibt es bei Tempo und bei einer ehrlichen Antwort, sobald jemand nachfragt.

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