Modelle und Abläufe
Coaching-Techniken · Modelle und Abläufe · TGROW
TGROW
TGROW stellt vor Goal ein Topic: Welches Thema steht heute im Raum und warum jetzt? Danach folgen Ziel, Wirklichkeit, Optionen und Wille. Die Topic-Phase verhindert, dass ein Ziel gewählt wird, bevor klar ist, welches Thema überhaupt verhandelt wird.

Einleitung
TGROW stellt vor Goal ein Topic: Welches Thema steht heute im Raum und warum jetzt? Danach folgen Ziel, Wirklichkeit, Optionen und Wille. Die Topic-Phase verhindert, dass ein Ziel gewählt wird, bevor klar ist, welches Thema überhaupt verhandelt wird.
Herkunft: Erweiterung des GROW-Modells nach John Whitmore um Topic: zuerst Thema und Kontext, dann Goal, Reality, Options, Will. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Thema und Ziel werden getrennt, damit die Sitzung nicht an einem Ziel arbeitet, das zum falschen Thema gehört.
Ziel
Ein benanntes Topic, ein Ziel dazu, eine knappe Reality-Skizze, geprüfte Optionen und ein Willens-Schritt mit Termin.
Umsetzung
- Topic: Thema, Anlass und Zeitbudget der Stunde. Was gehört heute nicht dazu, wird genannt.
- Goal: Bezogen auf dieses Topic ein Ziel für die Sitzung oder den Zeitraum formulieren und auf Beobachtbarkeit prüfen.
- Reality und Options: Kurze Lagebeschreibung ohne Verhör; dann Optionen sammeln, die zur Reality passen.
- Will: Eine Option wählen, den ersten Schritt datieren und Hindernisse nur soweit benennen, dass der Schritt noch steht.

Weitere Anwendungsgebiete
- Sitzungen mit mehreren möglichen Themen auf dem Tisch.
- Führungskräfte, die schnell ins Lösen springen, bevor das Thema steht.
- Ausbildung, um Topic von Goal hörbar zu trennen.
Grenze
TGROW ist kein Therapieprozess. Ohne echtes Topic wird Goal zur leeren Übung.
Fragen, kurz beantwortet
Unterschied zu GROW?
Topic kommt vor Goal. Sonst bleibt der Ablauf wie bei GROW.
Darf Topic länger dauern als Goal?
Ja, wenn sonst das falsche Ziel gewählt würde. Danach muss Goal trotzdem stehen.
Wie viele Options?
Genug, dass eine echte Wahl bleibt; drei sind oft brauchbar.
Was, wenn Will schwach ist?
Schritt verkleinern oder Topic/Goal noch einmal prüfen, statt zu überreden.