Liberating Structures
Coaching-Techniken · Liberating Structures · Troika Consulting
Troika Consulting
Troika Consulting ist eine Peer-Beratung zu dritt: eine Person schildert ein Anliegen, zwei andere fragen und beraten in festen Runden. Die Ratgebenden sprechen zeitweise, als wäre die ratsuchende Person nicht im Raum, und geben danach den Raum zurück. Es ist kollegiale Beratung, keine Fachsupervision mit Diagnose und keine Traumatherapie.

Einleitung
Troika Consulting ist eine Peer-Beratung zu dritt: eine Person schildert ein Anliegen, zwei andere fragen und beraten in festen Runden. Die Ratgebenden sprechen zeitweise, als wäre die ratsuchende Person nicht im Raum, und geben danach den Raum zurück. Es ist kollegiale Beratung, keine Fachsupervision mit Diagnose und keine Traumatherapie.
Herkunft: Liberating Structure nach Lipmanowicz und McCandless. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Die Struktur entlastet Einzelne von der Erwartung, allein die Lösung zu kennen, und gibt der ratsuchenden Person mehrere Perspektiven in kurzer Zeit, ohne dass eine Moderation jede Aussage steuert.
Ziel
Die ratsuchende Person verlässt die Runde mit zwei bis drei konkreten Handlungsoptionen und einem klaren nächsten Schritt, den sie selbst wählt.
Umsetzung
- Gruppen zu dritt bilden. Eine Person ist Client, zwei sind Consultants. Die Rollen rotieren später.
- Der Client schildert in ein bis zwei Minuten das Anliegen und was schon versucht wurde. Danach nur Klärungsfragen der Consultants.
- Der Client dreht sich weg oder schweigt. Die Consultants beraten hörbar, was sie tun würden. Keine Charakterurteile.
- Der Client kommt zurück, sagt, was nützlich war, und nennt einen nächsten Schritt. Dann Rollenwechsel.

Weitere Anwendungsgebiete
- Kollegiale Fallberatung in Ausbildung und Praxisgruppen.
- Team-Workshops, wenn mehrere Personen parallele Führungsfragen haben.
- Coaching-Intervision ohne externe Leitung.
Grenze
Troika Consulting ist keine Therapie und keine Krisenintervention. Bei Themen außerhalb der Kompetenz der Peers gehört die Weiterleitung an eine zuständige Stelle dazu.
Fragen, kurz beantwortet
Wie lang ist eine Runde?
Oft zehn bis fünfzehn Minuten pro Client, inklusive Rollenwechsel-Plan.
Darf ich Rat geben, der nicht gefragt war?
Nur in der Beratungsphase. In der Fragephase bleiben es Klärungsfragen.
Was, wenn niemand ein Anliegen hat?
Eine Beobachtungsfrage aus dem Alltag reicht. Die Struktur braucht kein Drama.
Müssen es genau drei sein?
Drei ist der Kern. Bei vier Personen beobachtet eine und wechselt später.