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Wenn-Dann-Plan
Der Wenn-Dann-Plan ist die alltagsnahe Schreib- und Sprechform: Wenn [Situation], dann [Handlung]. Im Unterschied zur theoretischen Implementation Intention liegt der Fokus hier auf gemeinsamer Formulierung, Verständlichkeit und Sitzungstransfer.

Einleitung
Der Wenn-Dann-Plan ist die alltagsnahe Schreib- und Sprechform: Wenn [Situation], dann [Handlung]. Im Unterschied zur theoretischen Implementation Intention liegt der Fokus hier auf gemeinsamer Formulierung, Verständlichkeit und Sitzungstransfer.
Herkunft: Praktische Formulierungshilfe im Coaching auf Basis von Implementation Intentions (Gollwitzer); als Gesprächswerkzeug verbreitet. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Absichten werden in einem Satz an Situationen gekoppelt, den die Person mitnehmen kann.
Ziel
Ein mitgenommener Wenn-Dann-Satz plus Prüfung, ob Situation und Handlung eindeutig sind.
Umsetzung
- Situation sammeln, in der das gewünschte Verhalten bisher kippt – in Worten der Person.
- Dann-Teil als kleinste sichtbare Handlung formulieren.
- Satz laut lesen und auf Mehrdeutigkeit prüfen: Könnte „wenn stressig“ zehn Dinge meinen? Nachschärfen.
- Mitnahme: Satz notieren, optional Erinnerungshinweis am Ort des Signals; Review nur am Ob das Signal erkannt wurde.

Weitere Anwendungsgebiete
- Sitzungsende mit Transferbedarf.
- Konfliktgespräche vorbereiten („Wenn X fällt, dann frage ich nach …“).
- Alltagsroutinen.
Grenze
Kein Ersatz für strukturelle Überlastung. Sätze ohne Machbarkeit werden zu Schuldgefühlen.
Fragen, kurz beantwortet
Reicht ein Satz?
Ja, wenn Signal und Handlung klar sind.
Wenn-Dann für Gefühle?
Besser Handlung: „dann stehe ich auf und hole Wasser“, nicht „dann bin ich ruhig“.
Unterschied zu Hindernis vorausdenken?
Hindernis vorausdenken erkundet Stolpersteine; der Plan bindet Reaktion daran.
Darf ich mehrere Wenn?
Nur wenn die Person sie wirklich unterscheidet.