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Wertequadrat
Das Wertequadrat stellt einen Wert neben seinen Schwesterwert und zeigt die Übertreibungen beider Seiten. So wird aus „entweder hart oder weich“ ein Entwicklungsraum. Es ist Denkhilfe, keine Persönlichkeitsdiagnose.

Einleitung
Das Wertequadrat stellt einen Wert neben seinen Schwesterwert und zeigt die Übertreibungen beider Seiten. So wird aus „entweder hart oder weich“ ein Entwicklungsraum. Es ist Denkhilfe, keine Persönlichkeitsdiagnose.
Herkunft: Friedemann Schulz von Thun, Werte- und Entwicklungsquadrat: Wert, Schwesterwert, Übertreibungen. Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Wertekonflikte werden als Spannungsverhältnis entwickelbar statt als Charakterfehler.
Ziel
Ein ausgefülltes Quadrat zu einem Konfliktwert und ein Entwicklungsvorhaben an der vernachlässigten Schwesterseite.
Umsetzung
- Den Wert benennen, den die Person stark vertritt (z. B. Direktheit).
- Schwesterwert suchen, der dazugehört (z. B. Takt). Ohne Schwesterwert kein Quadrat.
- Übertreibungen beider Werte benennen (z. B. Verletzung vs. Vermeidung) – als Verhaltensrisiko, nicht als Etikett der Person.
- Entwicklungsfrage: Welchen kleinen Schritt stärkt die vernachlässigte Schwesterseite in einer konkreten Szene?

Weitere Anwendungsgebiete
- Führungskommunikation und Feedbackkultur ohne Feedback-Technikseite.
- Persönliche Entscheidungsstile.
- Teamwerte, die einseitig kippen.
Grenze
Kein Test, kein Typ. Bei moralischer Überhöhung abbrechen und an Szenen binden.
Fragen, kurz beantwortet
Was ist der Schwesterwert?
Der Wert, der den ersten vor Übertreibung schützt.
Muss das Quadrat gezeichnet werden?
Zeichnen hilft; Sprache allein reicht notfalls.
Unterschied zum Inneren Team?
Wertequadrat ordnet Werte und Übertreibungen; Inneres Team gibt Stimmen das Wort.
Darf ich Werte vorschlagen?
Erst die Worte der Person; Vorschläge nur als Angebot.