Modelle und Abläufe
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WOOP
WOOP verbindet Wunsch, bestes Outcome, inneres Hindernis und Wenn-Dann-Plan. Die Person stellt sich den Wunsch und das gelungene Outcome vor, benennt dann das eigene Hindernis und hängt daran einen konkreten Plan. Es ist eine Übungsfolge, kein Motivationsversprechen.

Einleitung
WOOP verbindet Wunsch, bestes Outcome, inneres Hindernis und Wenn-Dann-Plan. Die Person stellt sich den Wunsch und das gelungene Outcome vor, benennt dann das eigene Hindernis und hängt daran einen konkreten Plan. Es ist eine Übungsfolge, kein Motivationsversprechen.
Herkunft: Gabriele Oettingen und Peter Gollwitzer: Wish, Outcome, Obstacle, Plan (Mentales Kontrastieren plus Implementation Intention). Die Beispielschritte sind zum Üben beschrieben. Sie stammen nicht aus einer dokumentierten Sitzung mit einer echten Person.
Zweck
Positive Zukunftsbilder werden mit dem realen Hindernis verkoppelt, damit der nächste Schritt situativ greifbar wird.
Ziel
Ein Wunsch, ein Outcome-Bild, ein benanntes eigenes Hindernis und ein Wenn-Dann-Plan in einem Satz.
Umsetzung
- Wish: Einen Wunsch wählen, der herausfordernd und im Einfluss der Person liegt. Fremdwünsche anderer zählen nicht.
- Outcome: Die beste Folge dieses Wunsches in einer kurzen Vorstellung beschreiben – Ort, Handlung, Gefühlston als Übung, nicht als Prophezeiung.
- Obstacle: Das innere Hindernis benennen, das typischerweise dazwischenkommt: Aufschub, Zweifel, eine Gewohnheit. Äußere Ausreden allein reichen nicht.
- Plan: Wenn [Hindernis-Signal], dann [konkrete Handlung]. Der Plan wird wörtlich festgehalten und in der nächsten Sitzung am Signal geprüft.

Weitere Anwendungsgebiete
- Gewohnheitsziele, bei denen gute Absichten schon mehrfach gescheitert sind.
- Lern- und Schreibvorhaben mit bekanntem Aufschubmuster.
- Transfer am Sitzungsende, wenn das Ziel klar und das Hindernis bekannt ist.
Grenze
WOOP ersetzt keine Behandlung. Bei Überforderung oder klinischen Themen ist die Methode ungeeignet.
Fragen, kurz beantwortet
Ist WOOP dasselbe wie nur positiv denken?
Nein. Der Kern ist das Hindernis plus Plan, nicht das Outcome allein.
Muss das Hindernis emotional sein?
Es muss der Person gehören: ein Muster, ein Impuls, eine typische Ausrede in ihr.
Wie lang die Vorstellung?
Kurz und konkret. Minutenlange Fantasiereisen gehören nicht dazu.
Was, wenn kein Plan greift?
Signal und Handlung nachschärfen. Ein zweites Wunschthema gleichzeitig verwässert die Übung.