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Coaching-Techniken · Aktives Zuhören

Aktives Zuhören

Aktives Zuhören heißt: du sagst in eigenen Worten, was du verstanden hast, und die andere Person korrigiert dich. Erst dann kommt die nächste Frage.

3D-Figuren im Zuhören, das Heft liegt zu, die Hände sind offen, keine Fotografie
Aktives Zuhören lässt das Heft noch zu. Zuerst ankommen lassen, dann der nächste Satz.

Einleitung

Die Haltung geht auf die klientenzentrierte Gesprächsführung von Carl Rogers zurück. Im Coaching übernimmst du nicht die Therapie. Du übernimmst die Disziplin, nicht schon zu antworten, während die andere Person noch denkt.

Viele angehende Coaches hören auf das Thema, das sie interessant finden, und stellen sofort eine Technikfrage. Aktives Zuhören bremst das. Es prüft, ob das, was ankam, das ist, was gemeint war.

Beispieldialoge hier sind Lehrbeispiele, keine Mitschnitte.

Zweck

Der Zweck ist Verstehen vor Steuern. Wenn du falsch zusammenfasst und die Person das merkt, korrigiert sie dich. Das ist nützlicher als eine brillante Frage an der falschen Stelle.

Zuhören senkt auch das Tempo. Coaching scheitert oft nicht an fehlendem Wissen, sondern daran, dass zu früh ein Ratschlag im Raum steht.

Ziel

Die Person sagt „ja, genau“ oder „nein, eher so“. Beides ist ein Erfolg. Ein Nicken aus Höflichkeit ist keins.

Du hast danach einen Satz, auf dem die nächste Frage sitzt. Nicht drei Themen, die du parallel verfolgst.

3D-Figur schreibt in ein Heft, die blaue Figur sitzt gegenüber, keine Fotografie
Aktives Zuhören braucht nur eine Zeile. Sie muss noch lesbar sein, wenn die Stunde vorbei ist.

Umsetzung

Hör einen Abschnitt zu Ende. Fass in ein oder zwei Sätzen zusammen, ohne zu bewerten und ohne einen Rat einzubauen.

Trenne Beobachtung und Deutung. „Du hast dreimal gesagt, dass der Termin offen ist“ ist eine Beobachtung. „Du hast Angst“ ist eine Deutung. Deutungen bietest du als Frage an, nicht als Tatsache.

Schweigen aushalten. Wenn nach deiner Zusammenfassung Stille kommt, ist das oft die Arbeit der anderen Person, nicht ein Fehler von dir. Füll die Stille nicht mit der nächsten Technik.

Beispiel, keine echte Sitzung. „Ich habe gehört: Du willst die Rolle, und du willst das Gespräch mit deiner Stellvertretung nicht diese Woche führen. Stimmt der zweite Teil, oder habe ich da etwas dazugetan?“

Aktives Zuhören

Die Schritte zu Aktives Zuhören stehen oben. Mit einem Gegenüber übst du das in der Ausbildung.

Beraten lassen

Weitere Anwendungsgebiete

Grenze

Einfühlung ist kein Versprechen, die Lage zu heilen. Wenn jemand von Selbstgefährdung, Gewalt oder einer akuten Erkrankung spricht, hörst du zu und wechselst dann aus der Technik hinaus zu einer zugelassenen Hilfe. Du bleibst nicht in der Zusammenfassung hängen.

Fragen, kurz beantwortet

Was ist aktives Zuhören im Coaching?

Aktives Zuhören heißt: der Coach fasst in eigenen Worten zusammen, was angekommen ist, und die andere Person korrigiert das, bevor die nächste Frage kommt.

Woher stammt aktives Zuhören?

Die Haltung geht auf die klientenzentrierte Gesprächsführung von Carl Rogers zurück. Im Coaching wird sie genutzt, ohne daraus eine Therapie zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Beobachtung und Deutung?

Eine Beobachtung beschreibt, was gesagt oder getan wurde. Eine Deutung wie „du hast Angst“ wird nur als Frage angeboten, nicht als Tatsache.

Wann hört aktives Zuhören auf?

Wenn jemand von Selbstgefährdung, Gewalt oder einer akuten Erkrankung spricht. Dann wird zugehört und an eine zugelassene Hilfe übergeben, statt in der Zusammenfassung zu bleiben.

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